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Relief und Stühle fürs Grass-Haus

Lübeck Relief und Stühle fürs Grass-Haus

Lübeck. Wenn jemand Geburtstag hat, gibt’s Geschenke. Manchmal auch noch nach dem Tode, wie im Falle des 2015 verstorbenen Nobelpreisträgers Günter Grass. In diesen Tagen wäre er 90 Jahre alt geworden, und das Günter Grass-Haus darf sich über viele Präsente freuen.

Lübeck. Zuwachs gibt es für den Skulpturengarten. Der Lübecker Galerist Frank-Thomas Gaulin und seine Frau Erika haben dem Museum das Bronze-Relief „Der Kuss“ gespendet. Damit zeugen inzwischen sieben Plastiken vom bildhauerischen Schaffen des Künstlers Grass. Freuen dürfen sich Besucher von Veranstaltungen auf 90 schicke und bequeme neue Stühle – die vorherigen hatte das Haus schon gebraucht erhalten. Zu einem sehr günstigen Preis kommen sie von der Firma BoConzept. „Als Lübecker Kaufmann möchte ich Institutionen der Stadt unterstützen“, sagte Inhaber Gunnar Lövenich gestern.

Mit Unterstützung des Freundeskreises konnte der 140-seitige Band „Zwei lange Nächte für Günter Grass“ mit Beiträgen unter anderem von Dagmar Leupold, Hanjo Kesting, Johano Strasser und Benjamin Lebert herausgegeben werden (9 Euro). „Ich komme mir vor wie im Märchen, wenn drei Wünsche erfüllt werden“, sagt Jörg-Philipp Thomsa, der Leiter des Grass-Hauses, das in diesem Jahr 15. Jubiläum feiert. Seine Bilanz ist äußerst positiv: Die Besucherzahlen würden kontinuierlich steigen, auch nach dem Tod von Günter Grass. Und die Anfragen aus aller Welt hätten sich verfünffacht. Mit Blick nach vorn wies Thomsa auf die große Grass-Würdigung am 28. November mit dem Schriftsteller Salman Rushdie hin, auf das neue Ausstellungs-Thema „Grass und die Religion“ ab Dezember und auf eine neue Ausstellung im kommenden Jahr: Dann werden Fotografien von George Bernhard Shaw gezeigt.

Zur Feier beider Jubiläen gibt’s am Sonntag von 13 bis 17 Uhr kostenlos Kuchen für die Besucher. ph

LN

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