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Kultur im Norden Riesenpuzzle mit „Möderstress“
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Riesenpuzzle mit „Möderstress“
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20:52 16.05.2018
Seit mehr als 30 Jahren dabei: Edgar Auer, Projektleiter von „Jugend musiziert“. Quelle: Foto: Felix König

Edgar Auer ist Projektleiter von „Jugend musiziert“. Er ist dafür verantwortlich, dass die Dinge vor Ort ineinander greifen. Er macht das seit mehr als 30 Jahren, er hat also einige Erfahrung.

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Lübeck. Nach 2010 ist Lübeck jetzt schon wieder Gastgeber für den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Das ist ungewöhnlich, müssen die Städte doch in der Regel 20 bis 25 Jahre warten, sagt Edgar Auer. Aber Lübeck sei eben auch besonders geeignet.

Trotzdem gibt es eine Phase, in der die Spannung steigt. Das ist immer ab Ostern der Fall, wenn die Landeswettbewerbe laufen und klar wird, wie viele Teilnehmer zum Bundesentscheid fahren dürfen.

Dann müssen bis Pfingsten die anhand von Erfahrung gemachten Pläne mit den wirklichen Zahlen in Einklang gebracht werden. „Das ist ein gigantisches Puzzle und ein Mörderstress in dieser kurzen Zeit“, sagt Auer. Zumal sie auch versuchen, Sonderwünsche zu berücksichtigen.

In diesem Jahr reisen 2600 junge Musiker und Musikerinnen zwischen 13 und 27 Jahren nach Lübeck. Sie kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und wollen untergebracht, verpflegt und betreut sein. In München, wo „Jugend musiziert“ unter dem Dach des Deutschen Musikrats seinen Sitz hat, steht Auer dafür ein zehnköpfiges Team zur Verfügung. Mit Beginn der Landeswettbewerbe kommen zehn weitere Leute hinzu. In Lübeck sind es noch einmal etwa 160 meist studentische Helfer.

Sechs bis acht Jahre Vorlauf braucht die Organisation eines Bundeswettbewerbs. Momentan ist Auer mit den Plänen für 2024/25 beschäftigt. Halle an der Saale ist Gastgeber im kommenden Jahr, dann folgen Freiburg und Bremen.

Das finanzielle Rückgrat ist die öffentliche Hand. Angesiedelt ist der Wettbewerb im Bundesfamilienministerium, weswegen auch Ministerin Franziska Giffey in Lübeck erwartet wird. Finanziell beteiligt sind zudem das jeweilige Bundesland, die Stadt sowie Sponsoren, allen voran der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie in Lübeck die Possehl-Stiftung. Insgesamt umfasst der Etat etwa 850000 Euro. Die in Jugendherbergen und beim CVJM untergebrachten Musiker müssen nur die Reisekosten selbst tragen.

Wichtig bei der Auswahl des Gastgebers ist vor allem genügend Platz. „Wir brauchen 30 konzertfähige Wertungsräume“, sagt Auer. Das reiche von der Schulaula bis zum Theater und sei in jeder Stadt anders. Lübeck biete da hervorragende Möglichkeiten. Das habe die Entscheidung leicht gemacht, zur 875-Jahrfeier wieder an die Trave zu kommen und andere Städte etwas zu verschieben. int

Info: www.jugend-musiziert.org

LN

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