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„Ritter, Tod und Teufel“: Reformation in der Lederjacke

Lübeck „Ritter, Tod und Teufel“: Reformation in der Lederjacke

Sie kommen nicht gut weg, die Lübecker. „Und lassen mich die Lübecker hier verrotten, und fressen mich auch die Motten, den Glauben können sie nicht nehmen, uns ...

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Mitten unter den Zuschauern in der Lübecker Petrikirche: Florian Hacke als Reformator Thomas Aderpul und Jacqueline Boulanger als seine Frau Anna.

Quelle: Thorsten Wulff

Lübeck. Sie kommen nicht gut weg, die Lübecker. „Und lassen mich die Lübecker hier verrotten, und fressen mich auch die Motten, den Glauben können sie nicht nehmen, uns Unbequemen“, ruft der Rebell in roter Lederjacke. Der Aufständische ist Priester Thomas Aderpul, der sich vor 500 Jahren im Bistum Lübeck der lutherischen Reformation zuwandte. Um diese historische Figur herum wird in dem Stück „Ritter, Tod und Teufel“ eine Episode der Mecklenburger Reformation erzählt– zuletzt mit großem Erfolg an St. Petri in Lübeck. Die Geschichte des Unbequemen aus dem Klützer Winkel wird erzählt als Konflikt zwischen dem Reformator, katholischen Bischöfen und einem Ritter, der Aderpul als Prediger aufnimmt. Allerdings aus recht weltlichen Gründen. Er hofft, so seine Schulden bei den Bischöfen loszuwerden. Und natürlich spielen auch schöne Frauen eine Rolle. Ein munteres Musical mit einem Stilmix aus Blues, Rap, Jazz, Rock und Liturgie ist zu erleben, das manchmal am Kitsch entlangschrammt. Dass das Konzept funktioniert, liegt an den Sängern und Musikern. Herausragend dabei Florian Hacke als Thomas Aderpul und Jacqueline Boulanger mit ihrer Stimmgewalt als Aderpuls Frau Anna.

Termine: 13. 9., 20 Uhr: Schönberg, St. Laurentiuskirche; 15. 9., 19.30 Uhr: Dom zu Ratzeburg.

ph

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