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Rockige Töne von Midge Ure

Lübeck Rockige Töne von Midge Ure

Ex-Ultravox-Sänger machte auf seiner Solo-Tour Halt in Lübeck.

Lübeck. . Rund 20 Jahre ist es her, dass Midge Ure mit seinem Song „Breathe“ vom gleichnamigen Album die Hitparaden stürmte. Doch schon in den 1980er Jahren machte der Schotte von sich reden. Denn als Sänger der Band Ultravox und Mitglied von Visage schrieb er Elektro-Pop- Geschichte.

 

LN-Bild

Rock-Gitarrist Midge Ure (63) spielte bei Ultravox.

Jetzt spielte der 63-jährige Glasgower mit zwei Mitgliedern der Band India Electric Company, die auch das Vorprogramm bestritten, im Rahmen seiner Tour „Something from Everything“ im Lübecker Kolosseum und riss die rund 250 Zuschauer vom ersten Ton an mit. Seit seinen Anfängen hat sich allerdings schon einiges verändert. Waren die Lieder aus den 80ern eher bombastisch aufgeladene New-Wave-Kunstwerke, präsentiert er sich heute etwas einfacher, rockiger.

Raus mit den Synthies, rein mit Geige, Mandoline und Gitarre. Ganz pur und akustisch brachte Ure seine alten Kracher und verwandelte die alten Lieder in etwas ganz Besonderes. Egal, ob „Hymn“

oder „Vienna“ aus seiner Ultravox-Zeit, „Fade to grey“ oder „The damned don’t cry“, Titel, die er für Visage geschrieben hat, oder seine Solostücke „If I was“ und „Live forever“ – mit seiner markanten und klaren Stimme traf er genau den Nerv seiner Fans, die ihn nach jedem Stück laut bejubelten.

Auch optisch sind die alten New-Wave-Zeiten für Midge Ure lange vorbei. In schwarzem Hemd, schwarzer Hose und blanker Glatze statt Popper-Welle stand er entspannt im Scheinwerferlicht eines einsamen Spots. Zwischen den Songs plauderte Ure charmant über Zeitungsinterviews oder die Entstehung seiner Lieder. Nach eineinhalb Stunden und nur zwei Zugaben war dann schon wieder alles vorbei.

Majka Gerke

LN

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