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Russ: Energiekick im Park

Russ: Energiekick im Park

Hamburg. Russ bringt gute Laune mit und steckt damit sofort den ganzen Stadtpark an.

Hamburg. Russ bringt gute Laune mit und steckt damit sofort den ganzen Stadtpark an. Energiegeladen springt der 24-jährige Rapper auf die Bühne und legt los mit seinem Hit „What They Want“, gefolgt von „Do It Myself“, ein Song, in dem der Newcomer seinen Erfolg beschwört – als selbst gemacht, selbst erarbeitet, selbst verdient. Wie ein Flummy springt Russ im gestreiften Trikot am Bühnenrand auf und ab, die schwarzen Locken unterm Baseballcap gebändigt, klatscht Hände ab und bringt das Publikum in Bewegung – der ganze Stadtpark wippt im Rhythmus der Beats.

In Europa gilt der Amerikaner noch als Newcomer, seine Fans kennen ihn seit langem. Russ, der von seinen musikalischen Vorbildern Drake und Kanye West sagt, sie seien Götter für ihn, hat den Rap mit sieben entdeckt. Seitdem macht er Musik, hat vom Vater Gitarrespielen gelernt, sich selbst das Klavierspielen beigebracht; seit zehn Jahren entwickelt er eigene Beats, textet, mixt und mischt eigene Songs. 2014 begann Russ damit, seine Musik auf der Plattform Soundcloud zu veröffentlichen, was ihm eine wachsende Fangemeinde bescherte, die meisten zwischen 20 und 30 Jahren alt.

Auf der aktuellen Tour können sie alle Texte Wort für Wort mitsingen. „Cherry Hill“, „Ride Slow“, „Pull the Trigger“ – seine Raps sind melodisch; es geht um Gefühle, Erfahrungen, Enttäuschungen, um Selbstbehauptung. Auf der aktuellen Tour, mit der er sein neues Album „There’s Really A Wolf“ vorstellt, begleitet ihn seine Mutter, zu „Familiy & Friends“ holt Russ sie auf die Bühne, und das Konzert gleicht einer Familienfeier: alle singen, tanzen, lassen die Handys in der Nacht aufleuchten. Er sei das erste Mal in Hamburg, sagt Russ und verspricht, mit „Back to you“

wiederzukommen, bevor er sich mit einem Sample des Esther Philips-Songs „Goodbye“ aus dem Stadtpark verabschiedet. Helena Reiß

LN

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