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18:15 10.09.2016

Fresenhof

Wenn de Wind dör de Bööm weiht,

Un Gras nich mehr wassen deiht,

Un geel all ward,

denn kummt bald de Tied.

Wenn de Storm över’t Feld geiht

Wo lang schon keen Korn mehr steiht, un Mehl all ward,

denn ist bald sowiet.

Dat de Dag köder ward

un de Nach de duert lang,

Un de Kinner vun Nabar,

de warn in Düstern bang.

Wenn de Regen vun’t Reitdach dröppt, mien Söhn buten gauer löppt, sonst ward he natt, denn snurrt bin’n de Kat.

Wenn de Wind dreiht, vun Nord weiht,

Un Regn gegn de Finster neiht,

De Schiebn dahl rennt,

denn föhl ik mi wohl.

Wenn dat Füer in Kamin brennt,

Un jeder di bi'n Vörnam nennt,

Weil he di kennt,

denn is uns Hus vull.

Denn de Nabers sünd disse Tied

ok nich geern alleen,

Un bi Teepunsch an’t Füer

ward de Wedder weder schön.

Wenn de Blädder sik brun farvt,

Un Water steiht inne Groof,

Denn ward dat Harvs,

op uns Fresenhof.

Knut Kiesewetter (*1941)

LN

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