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SCHÖNE WORTE

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Das Meer im Frühling Am Meer, welch eigen Frühlingsauferstehen! Hier sprießt kein Veilchen, wogt kein Blütenduft; Fern her der Wasservogel lockend ruft, ...

Das Meer im Frühling

Am Meer, welch eigen

Frühlingsauferstehen!

Hier sprießt kein Veilchen,

wogt kein Blütenduft;

Fern her der Wasservogel

lockend ruft, Die Wellen flüstern leis

beim Windeswehen.

Erlösungsfreudig kommen

sie und gehen, Ihr frischer Odem füllet

rings die Luft.

Und silbern schwebt es ob der nassen Gruft, Wie zarte Schleier schöner

Wasserfeen.

Dem Wandrer ist's, wie

wenn zum Ufershang Der Wind ein fernes,

sanftes Läuten trage, Sich mischend in

der Meereswellen Sang.

Und sinnend denkt er nach

der alten Sage.

Leis mahnet ihn Vinetas

Glockenklang An längst versunk‘ne,

schöne Frühlingstage.

von Stine Andresen, geboren am 23. Dezember 1849 in Wyk auf Föhr, am 13. Mai 1927

dort auch gestorben

LN

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