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Satisfaction in Havanna

Havanna Satisfaction in Havanna

Die Rolling Stones rocken Kuba mit einem Gratiskonzert — Die Insel ist elektrisiert — Der Andrang wird riesig sein — Jagger und Co. sprechen von einem ganz besonderen Ereignis.

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Havanna. . „I can't get no satisfaction“ erklingt auf Kuba: Erstmals gibt morgen eine britische Rockband ein Konzert im sozialistischen Kuba — und dann sind es gleich die legendären Rolling Stones. Zehntausende Kubaner werden erwartet zu dem Konzert der Band um Leadsänger Mick Jagger auf einem riesigen Sportfeld der Ciudad Deportiva in der Hauptstadt Havanna.

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Die Rolling Stones rocken Kuba mit einem Gratiskonzert — Die Insel ist elektrisiert — Der Andrang wird riesig sein — Jagger und Co. sprechen von einem ganz besonderen Ereignis.

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Während unserer langen Karriere haben wir an vielen speziellen Orten gespielt, aber das Konzert in Havanna wird ein ganz besonderes Ereignis für uns und hoffentlich für alle unsere Freunde in Kuba sein.“Rolling Stones in ihrer Ankündigung des Konzertes

Die Nachricht über das „Konzert für die Freundschaft“ hatte die Insel zu Beginn dieses Monats zum Beben gebracht. Die sozialen Netzwerke „exlodieren mit der Neuigkeit, die so lange Zeit erwartet wurde“, schrieb die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina. Die Jugendzeitung der Kommunistischen Partei Kubas schrieb, charakteristisch für die Musik der Stones seien „ihre schlichten Melodien und einfachen Strukturen“. Und weiter: „Sie gelten als eine der größten und einflussreichsten Bands in der Geschichte des Rock.“ Die Menschen in Kuba sprechen seit Tagen über das Ereignis, viele Kubaner kennen alle Hits von Mick Jagger und Co.

Das Konzert ist umsonst, angesichts eines Durchschnittslohns von rund 20 US-Dollar im Monat wären normale Ticketpreise für die Menschen auch gar nicht zu bezahlen. Es werden lange Schlangen am Eingang erwartet, es gab keine Verteilung von Gratistickets im Vorfeld. Es können nach Angaben der kubanischen Behörden rund 200 000 Rockfans Einlass finden.

Auch wenn die große „Olé“-Tour durch Lateinamerika nach dem letzten Konzert in Mexiko-Stadt Mitte März eigentlich schon beendet war, hatten die Rolling Stones das langersehnte Konzert noch kurzfristig drangehängt. Zunächst sollten sie schon am vergangenen Wochenende in Havanna spielen, doch wegen des historischen Besuchs von US-Präsident Barack Obama auf der Insel wurde es auf den morgigen Freitag verschoben.

Wie das kubanische Zentralorgan „Granma“ berichtete, wollen die Musiker diverse Instrumente und Musik-Equipment als Spende kubanischen Musikschulen zur Verfügung stellen. „Während unserer langen Karriere haben wir an vielen speziellen Orten gespielt“, lässt die Band wissen. Aber das Konzert in Havanna werde ein ganz besonderes Ereignis „für uns, und hoffentlich für alle unsere Freunde in Kuba“. Bisher hat keine britische Rockband im lange isolierten Kuba gespielt, zuvor waren vor allem lateinamerikanische Stars zu Gast, etwa der kolumbianische Sänger Juanes.

Staatschef Raúl Castro (84) verfolgt eine vorsichtige Öffnungspolitik, er will mehr Touristen in das Land locken, um die staatlichen Einnahmen zu stärken. 2015 kamen bereits über drei Millionen Touristen in den Karibikstaat.

Im Zuge der staatliche verordneten Öffnungspolitik gibt es auch ein paar Internet-Hotspots, aber der Zugang zum Internet und damit zu Musik-Downloads ist für die meisten Kubaner unerschwinglich, auch Smartphones sind hier kaum vorhanden. Die Menschen sitzen abends zu Tausenden an der Hafenpromenade, dem Malecón, und unterhalten sich oder musizieren. Kuba hat eine lange Musiktradition, unterstrichen wurde dies durch Filme wie „Buena Vista Social Club“ von Wim Wenders.

LN

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