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Sein blutiges Projekt

Lübeck Sein blutiges Projekt

Mit einem ungewöhnlichen Roman hat der Schotte Graeme Macrae Burnet viel Aufmerksamkeit erregt.

Lübeck. Mit einem ungewöhnlichen Roman hat der Schotte Graeme Macrae Burnet viel Aufmerksamkeit erregt. „Sein blutiges Projekt“ kommt daher wie ein historisches Dokument, in dem der junge Roderick Macrae schildert, wie er im Jahr 1869 drei Männer erschlug und nun im Provinz-Gefängnis auf seinen Prozess wartet. Ergänzt wird dieses vermeintliche Selbstzeugnis durch medizinische Gutachten, Befragungen und die Mitschrift des Prozesses gegen den 17-Jährigen. Der Autor Burnet stellt sich als zufälliger Finder dieser historischen Dokumente dar. Justizdrama, historischer Roman und Psychothriller: „Sein blutiges Projekt“ ist alles in einem.

„Sein blutiges Projekt“ von Graeme Macrae Burnet. Europa Verlag, München, 341 Seiten, 17,90 Euro

Mit einem bemerkenswerten Satz beginnt der Argentinier Federico Axat seinen Roman „Mysterium“: „Ted McKay wollte sich gerade eine Kugel in den Kopf jagen, als jemand stürmisch an der Tür klingelte.“ Natürlich öffnet McKay die Tür, und so nimmt ein abenteuerliches Geschäft seinen Lauf. Wenn er jemanden umbringt, der den Tod verdient hat, aber sonst nicht zur Rechenschaft gezogen würde, würde ihn jemand umbringen und so seiner Familie den Anblick der Leiche eines Selbstmörders ersparen. Das verspricht der seltsame Besucher, der sich bestens in McKays Leben auskennt. Axat hat ein cleveres Verwirrspiel geschaffen, das die Leser fesseln kann.

„Mysterium“ von Federico Axat. Atrium Verlag, 428 S., 22 Euro.

LN

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