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Kultur im Norden Sein großes Thema: Leben und Leiden in Nahost
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19:12 15.06.2017

. Der israelische Autor David Grossman und die US-amerikanische Übersetzerin Jessica Cohen haben den internationalen Man Booker Preis 2017 gewonnen.

David Grossman (63).

Sie wurden für das Buch „A Horse Walks Into A Bar“ ausgezeichnet, teilte die Jury in London mit.

Die Auszeichnung zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Großbritanniens. Sie prämiert ausländische Werke, die ins Englische übersetzt wurden. Das Preisgeld von 50000 Pfund (rund 57 000 Euro) geht je zur Hälfte an Autor und Übersetzer.

Grossman erzählt die Geschichte eines Comedian, der in seiner letzten Vorstellung in einer israelischen Kleinstadt eine tragische Geschichte aus seiner Jugend preisgibt. „Wir waren überwältigt von Grossmans Bereitschaft, sowohl emotionale als auch stilistische Risiken einzugehen“, erklärte die Jury. Es handele sich um eine schockierende und atemberaubende Lektüre. Das Buch ist unter dem Titel „Kommt ein Pferd in die Bar“ (Hanser) auch auf Deutsch erschienen.

In seinem literarischen Werk spiegelt der 63-jährige Autor und Friedensaktivist Grossman das Leben und Leiden in Nahost. Seine Bücher behandeln Krieg, Terror und die immer wieder enttäuschten Hoffnungen auf Frieden in der Region. In „Aus der Zeit fallen“ (2013) schrieb er über die Trauer enger Angehöriger – Grossmans eigener Sohn Uri war 2006 im Libanonkrieg getötet worden. 2010 erhielt Grossman den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Im vergangenen Jahr hatten die Südkoreanerin Han Kang und ihre britische Übersetzerin Debbie Smith den Preis für das Buch „The Vegetarian“ gewonnen.

LN

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