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Spätsommer in the City

SZENETIPP: WAS IST LOS IM SEPTEBER? Spätsommer in the City

Der Sommer macht, was er will – nervig irgendwie. Früher war man gefühlt jeden Tag in der Sonne, hat am Strand oder an der Wakenitz gelegen, Eis gegessen, Pommes ...

Lübeck. Der Sommer macht, was er will – nervig irgendwie. Früher war man gefühlt jeden Tag in der Sonne, hat am Strand oder an der Wakenitz gelegen, Eis gegessen, Pommes geholt, wieder gebadet und dann noch ein Eis gegessen. Ja, und es hat auch mal geregnet, das waren aber meist abkühlende Sommerregen. Was soll’s, egal.

 

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Max Zeidler kennt die Musikszene des Nordens bestens. Der Musiker und Schlagzeuglehrer betreibt seine „Drumburg“ im Lübecker Burgtor. In den LN gibt er monatlich Szenetipps für den Norden von Flensburg bis Hamburg. Meinungen und Anregungen an info@die-drumburg. de.

Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Der September bietet viele Möglichkeiten, sich die Tage und die Nächte zu gestalten. In Hamburg brennt die Luft in diesem Monat. Aber ich möchte allen drei Veranstaltungen ans Herz legen, die sehr wichtig für die Kultur und das Musikgeschehen in Lübeck sind.

Am 1. September findet von 16 bis 22 Uhr das 1. Sommerfest des „Zentrums für Musikkultur in Lübeck“ statt. Seit mehr als 20 Jahren wird in diesem Gebäude der ehemaligen Cambrai-Kaserne an der Schwartauer Landstraße in Lübeck Musik gemacht. Mehr als 50 vermietete Räume, weit mehr als 150 Musiker in Bands und Ensembles arbeiten und proben hier. So etwas muss man unterstützen, denn das Entwicklungspotential ist riesengroß: Es gibt schon Ansätze eines Tonstudios, im Keller, in der Heizungszentrale kann und soll ein Club für Konzerte entstehen und unter dem Dach ist Platz für einen kleinen Kammermusiksaal. Davon abgesehen wird in diesem Gebäude schon seit Jahren unterrichtet. Also, bitte hingehen! Es gibt Live-Musik, Getränke, was zum Futtern und viele Informationen darüber, was die Macher noch planen.

Meine zweite Empfehlung ist das Trave Jazz Festival vom 7. bis 10. September. Es geht nun schon in die vierte Runde: Wie die bundesweite Resonanz im vergangenen Herbst gezeigt hat, war es schon beim dritten Durchgang mehr als ein „local event“. Der erfolgreiche Mix aus national wie international renommierten sowie regionalen Künstlern bleibt deshalb auch in diesem Jahr das Leitmotiv. Alle Locations sind etablierte Livemusikstätten und geben den Besuchern die Chance, Lübeck in vielen Facetten zu erleben: der historische Hafenschuppen als Festival-Zentrum, die Petri-Kirche und Jazzclubs. Meine Festival-Tipps: Ida Sand, PeeWee Ellis und Diazpora.

Am Ende des Monats gibt es dann in der Gollan-Werft noch ein Festival, das sich in Lübeck schon lange etabliert hat. Das „Junge Stereopark Festival“ ist zurück, obwohl es nie weg war: noch größer, noch bunter, noch musikalischer und in diesem Jahr erstmals in der Kulturwerft Gollan in Lübeck. Bei der mittlerweile 21.(!) Ausgabe des Festivals am Sonnabend, 30. September, sind wieder Worte und Melodien herausragender Musikerinnen und Musiker zu erleben, wie etwa Wincent Weiss, Jeden Tag Silvester, Antiheld, Arrested und der Lübecker Kneipenchor. Überhaupt, den muss man mal gesehen haben. Und dann am besten: beitreten.

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LN

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