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„Spaniens Gitarren“ erklingen im Geisler-Theater

Lübeck „Spaniens Gitarren“ erklingen im Geisler-Theater

Witziger Revuespaß über eine verunglückte Urlaubsreise.

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Von links: Ecko (Tolga Aytekin), Pedro (Jens Lustig), Alice Soetbeer (Karin Hirsebrei), Ilja Osiik (Eckhard Hirsekorn), Britta Thrö (Mutter Hirsekorn. Vorn Tommy Geisler als Vater Hirsekorn.

Lübeck. Der Urlaub ist ja angeblich die schönste Zeit des Jahres. Das dachte Familie Hirsekorn auch, bevor sie auf Ibiza in der von ihr gemieteten, aber leider völlig heruntergekommenen Finca ankam. Durch einen Buchungsfehler erscheint zum selben Termin dann auch noch Familie Hirsebrei. Die Tee-Plantage hinter dem Haus erweist sich als Hanf-Plantage, der Reiseleiter ist ein Drogenhändler, sein vorgeblich spanischer Gehilfe ein waschechter kleinkrimineller Schwabe. Das ist Kolportage pur, und wenn man diese Melange dann auch noch mit einer Menge deutscher Schlager würzt, von „Rot ist der Wein“ bis zu „Spaniens Gitarren“, dann hat man das neue Stück von und mit Tommy Geisler. „Einmal Spanien... und nie wieder“ heißt die Komödie, die irgendwo zwischen Revue, Schwank und Posse angesiedelt ist.

Tommy Geisler ist ein Profi, er weiß, wie man Pointen setzt. In der Bandbreite zwischen Zote, Kalauer und gut konstruiertem Witz kommt alles vor, wobei die erstgenannte Kategorie ein gewisses Übergewicht hat. Slapstick und hemmungsloses Chargieren der Darsteller gehören zu diesem theatralischen Genre ganz einfach dazu, die sieben Akteure auf der Bühne betreiben dieses Handwerk sichtlich mit viel Vergnügen. Sogar der alte Bühnenhase Tommy Geisler muss manches Mal über seine eigenen Gags lachen.

Mit BrittaThrö, Alice Soetbeer, Ilha Osiik, Bernd Schließmann, Jens Lustig und Tolga Aytekin hat Geisler ein Ensemble zusammengestellt, das sich sehen und hören lassen kann. Nur dem jungen Ilja Osiik hätte man – bei allem Engagement als Junior Hirsekorn – einige Gesangsstunden gewünscht.

Kolportage pur, nicht verkrampft, sondern wirklich witzig (auch unter der Gürtellinie) – reine Unterhaltung eben. Und mehr soll diese verunglückte Urlaubsreise, die dennoch ein Happy End hat, ja auch nicht sein. Fel

Nächste Vorstellungen: heute und morgen (jeweils 20 Uhr), Sonntag um 18 Uhr.

LN

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