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Spitzenunterhaltung bei den Kulturtagen Dechow

Dechow Spitzenunterhaltung bei den Kulturtagen Dechow

Von Hamburg, Wismar, Lübeck, Eutin, Geesthacht und Lauenburg reisen die Zuschauer in das kleine Dorf.

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Mit rasiermesserscharfem Witz und federleichtem Tastenschlag unterhält Kabarettist Axel Pätz das Dechower Publikum im November.

Dechow. Schweden, Ungarn, Israel. Und immer wieder Dresden. Weltweit füllt die „Compagnie Bodecker & Neander“ große Konzertsäle. Alexander Neander und Wolfram von Bodecker haben ihr Handwerk bei dem weltberühmten Pantomimen Marcel Marceau gelernt. Ihre Programme begeistern Tausende, große Arenen sind ruckzuck ausverkauft. Wer jetzt allerdings schnell ist, hat gute Chancen, das aktuelle Programm „Hereingeschneit“ direkt vor der Haustür zu erleben. Das Duo gastiert nämlich im Dezember erneut bei den Kulturtagen in Dechow.

Kartenservice

Tickets gibt es in der Buchhandlung Schnürl & Müller in Gadebusch: 03886/40266 und in Grevesmühlen: 03881/758478 oder direkt bei Irmgard von Puttkamer, 038875/33460. Die Karten kosten im Vorverkauf 19 Euro, für die Dezemberveranstaltung fallen 21 Euro an.

Veranstaltungsort

erreichen Sie Dechow, wenn Sie über über die B 208 über Ziethen Richtung Schwerin fahren. Kurz hinter Mustin geht es links ab, wenig später rechts ab. „Haus Dechow“

liegt an der Dorfstraße 1.

Mit 200 Einwohnern ist Dechow eine recht kleine Gemeinde im Westen des Landkreises Nordwestmecklenburg. Ein schmuckes Dorf, liebevoll restaurierte Bauern- und Fachwerkhäuser, in der Dorfmitte „Haus Dechow“. Der Veranstaltungsort wurde von den Bürgern in jahrelanger Arbeit und in Eigenregie restauriert. Im Saal des ehemaligen Gasthauses tagte gestern der Gemeinderat — dort finden auch die Veranstaltungen während der Kulturtage Dechow statt. Für Weltstars wie die Herren Bodecker und Neander ist es ein ganz und gar ungewohntes Gefühl, in einem derart kleinen Raum auf der Bühne zu stehen. Und, wie sie im Interview erzählen, eine tolle Erfahrung zugleich, denn nirgendwo sonst haben sie als Künstler einen so direkten Draht zum Publikum.

Die beliebte und in aller Regel fix ausverkaufte Veranstaltungsreihe findet in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal statt. Initiatorin ist die kulturbegeisterte Irmgard von Puttkamer. Sie hat Dechow mit ihrem Mann eher zufällig entdeckt.

2001 war es, als das Paar den Ort fand. Und das Haus, in dem es heute wohnt. Damals war es baufällig, musste saniert werden. 2003 zog Irmgard von Puttkamer ein, 2005 wurden die „Kulturtage Dechow“

ins Leben gerufen.

Es ist kein langes Nachdenken nötig, damit sich die Neu-Dechowerin an die erste Veranstaltung erinnert. Eingeladen war der Hamburger-Spott-Verein: Die Kabarettisten Christian Biermann-Ratjen, Gaby und Krischan Koch präsentierten ihr Programm „Letzte Ausfahrt Schnelsen-Nord — eine kabarettistische Odyssee“. Der Abend war ein voller Erfolg, aber im Vorfeld hat Irmgard von Puttkamer Blut und Wasser geschwitzt.

Ein Rest dieser Nervosität ist bis heute geblieben. „Da ist immer ein bisschen Angst: Wird das Publikum das Programm annehmen?“ Niemals wird ein Künstler blind gebucht: „Ich gucke mir alles persönlich und live an. Ein kleines YouTube-Video ist nicht ausreichend, ich möchte den Künstler auf der Bühne erleben.“ Seine Präsenz und seine Interaktion mit dem Publikum sind wichtig. Christian Biermann-Ratjen, den die Veranstalterin für die Premiere engagiert hatte, kannte sie vorab nur als Notar. „Da hatte ich schon Bedenken. Was, wenn er auch auf der Bühne staubtrocken ist?“ War er nicht — und dass er damals als Jurist in Gadebusch praktizierte, wirkte sich auf den Kartenverkauf auch positiv aus.

Der Jahresbeginn ist für Irmgard von Puttkamer immer hektisch und arbeitsreich. Die Verträge mit den Künstlern müssen abgeschlossen und geprüft sein, der Flyer muss erstellt und gedruckt werden, die Karten müssen erstellt und in den Vorverkauf gebracht werden — und dann kommen immer schon die ersten Kunden. Auch die Veranstaltungen selbst sind arbeitsreich. „Ich mag das Gesicht der Kulturtage sein, aber ohne die vielen ehrenamtlichen und begeisterten Helfer hier im Ort ginge gar nichts. Dechow trägt das fantastisch mit“, sagt Irmgard von Puttkamer voller Begeisterung.

Kulturtage 2016

Am 18. März eröffnet Armin Fischer mit seinem Programm „Das verkan(n)tete Genie. Ein Pianist packt aus“ die Kulturtage.

Am 10. April gibt es ein Gastspiel des Lübecker Theaters Combinale. Die Realsatire „Über Mütter“ führen Sigrid Dettlof, Dagmar Dreke und Alexandra Neelmeyer auf.

Am 18. November bittet Axel Pätz zum „Tastenkabarett“ mit dem Titel „Chill mal!“. Am Klavier ist er ein Könner, sein Witz ist scharfzüngig.

Den letzten Termin hat sich die Compagnie Bodecker & Neander reserviert. Die Pantomimen haben ihr Handwerk bei Marcel Marceau gelernt. Am 9. Dezember heißt es „Hereingeschneit“.

Ratzeburg Aus Dorothea Baumm

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