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Kultur im Norden Spurensuche in ganz Südamerika
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14:41 10.02.2016
Carlos Johnson, Konzertmeister der Lübecker Philharmoniker.

 Johnson verließ Peru schon als Teenager, pflegt aber immer noch die südamerikanische Musik, vor allem, wenn sie folkloristische Anklänge aufweist.

Johnson begab sich zuletzt auf die Suche nach Kammermusik von seinem Heimatkontinent für sein Instrument. Auf seinem neuen Album stellt er nun Werke von 14 Komponisten vor. Er hat sie gemeinsam mit seiner Klavierbegleiterin Rieko Yoshizumi eingespielt, bekannte Namen sind darunter wie Heitor Villa-Lobos oder Alberto Ginastera. Die spannendsten Stücke aber stammen von hierzulande unbekannten Komponisten, zum Beispiel von Luis di Matteo aus Uruguay (*1934). Dessen dreisätziges „Duo“ ist weit weg von gängiger Folklore, eine Mischung aus Jazz, auch etwas Tango, Neuer Musik — aber völlig tonal und ein Bravourstück für die beiden Musiker, denen es auch gewidmet wurde. Eine Komposition von Astor Piazzolla, dem Übervater des Tango Nuevo, darf nicht fehlen, „Tango en la“ ist ein waghalsiger Ritt durch die Geschichte dieser Gattung.

Johnson und Yoshizumi hatten das Programm im vergangenen Herbst bereits in einem Kammerkonzert vorgestellt, die CD dazu klingt fast wie ein Live-Erlebnis — voller Spontaneität und Spiellust.

„Huella“ ist der Titel des Albums, was „Spur“ oder „Fußabdruck“ heißt und der Titel der letzten Komposition auf der CD ist. Es ist ein Vergnügen, den Spuren der beiden Musiker durch Südamerika zu folgen.

„Huella“, südamerikanische Musik für Violine und Klavier. Carlos Johnson und Rieko Yoshizumi. Kaleidos

mib

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