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Kultur im Norden Stars und ein Elphi-Ausflug
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20:15 16.05.2018
Arabella Steinbacher führt Antonin Dvoráks Violinkonzert mit den Lübecker Philharmonikern auf. Quelle: Foto: Sammy Hart
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Lübeck

Dem kommissarischen Generalmusikdirektor (GMD) Andreas Wolf ist es gelungen, Stars der Klassik-Szene zu verpflichten. Im siebten Sinfoniekonzert am 14. und 15. Mai 2019 wird die gefeierte Geigerin Arabella Steinbacher Dvoráks Violinkonzert spielen. Mit Sophia Jaffé ist im zweiten Sinfoniekonzert (28. und 29. Oktober) eine zweite renommierte Violinistin zu Gast in Lübeck. Sie spielt Samuel Barbers selten zu hörendes Violinkonzert. Der Pianist Tzimon Barto, schon oft beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu erleben, spielt am 16. und 17. Dezember Béla Bartóks 3. Klavierkonzert. Und in der Aufführung von Johannes Brahms’ „Deutschem Requiem“ singen als Solisten der Bariton Detlef Roth und die Sopranistin Christiane Oelze.

GMD-Bewerber

Bewerber um die Position des GMD:

Felix Bender (Theater Chemnitz),

Marco Comin (zuletzt Theater am Gärtnerplatz München),

Christoph Gedschold (Oper Leipzig),

Ivo Hentschel (Komische Oper Berlin),

Andreas Schüller (Staatsoperette Dresden),

Stefan Vladar (Wiener Kammerorchester), Andreas Wolf.

Der Clou an diesem dritten Sinfoniekonzert ist die dritte Aufführung: Sie findet in der Hamburger Elbphilharmonie statt und wird, so der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwandt, das einzige Konzert der Lübecker Philharmoniker sein, das einen Gewinn abwirft.

Ansonsten steht die Konzertsaison im Zeichen der Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor. Alle sieben Bewerber werden sich mit einem Sinfoniekonzert und einem Dirigat von Verdis Oper „Otello“ dem Lübecker Publikum vorstellen. Das letzte Probedirigat ist das Neujahrskonzert, anschließend wird das Orchester über seinen neuen Chef abstimmen. Dann hat der Aufsichtsrat der Entscheidung seinen Segen zu geben – oder auch nicht. Christian Schwandt ist auf jeden Fall zuversichtlich, dass die Position des Generalmusikdirektors zum Beginn der Saison 2019/2020 besetzt werden kann.

Programmatisch ist die Spielzeit 2018/19 der Lübecker Philharmoniker geprägt durch einen Mix aus wohlvertrauten und seltener gespielten Werken. Was vollständig fehlt auf dem Spielplan, ist zeitgenössische Musik. Das mag der GMD-Suche geschuldet sein, ein solcher blinder Fleck in der Programmgestaltung sollte aber eine vorübergehende Erscheinung sein.

Neben den Sinfoniekonzerten wird es auch wieder eine Reihe von neun Kammerkonzerten geben, die von Mitgliedern der Philharmoniker gestaltet werden. Hinzu kommen vier Kinderkonzerte, in denen der Theatergeist Johann von Rasselstein wieder versuchen wird, Kinder und Jugendliche für den Zauber der Musik und des Theaters zu begeistern. Zwei Klangbilderkonzerte runden das Angebot ab. Unter dem Titel „Trompettissimo“ erklingt am 24. September in der Katharinenkirche ein Festkonzert zum Stadtjubiläum 875 Jahre Lübeck mit Musik für Trompeten, Pauken und Orgel mit Werken von Johann Ernst Altenberg, Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Sebastian Bach, Nat King Cole und anderen Komponisten. Eine „Nacht der Gefühle“ findet am 15. Juni im Museum Behnhaus/Drägerhaus statt. Das Martino-Ensemble präsentiert Einblicke in das süditalienische Nacht- und Liebesleben.

Jürgen Feldhoff

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