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Stille Nacht, schrille Nacht

Lübeck Stille Nacht, schrille Nacht

Corelli und Champagner, Brahms und Blockflöten, Piazolla und Päckchen, Liszt und Lichterbaum — die Damen von Salut Salon haben am Donnerstag in der Lübecker Musik- und Kongresshalle wirklich alles aufgeboten, um die Gäste in der vollbesetzten Rotunde in vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen.

Salut Salon zeigten ihre Klasse in der MuK.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Anne-Monika von Twardowski (Klavier), Angelika Bachmann (Geige), Sonja Lena Schmid (Cello) und Iris Siegfried (Geige und Gesang) — jede eine Frau von Glanz, Virtuosin auf ihrem Instrument und Entertainerin — präsentierten in rasantem Mix Klassiker der Adventsmusik aus vier Jahrhunderten ganz ohne süßlichen Zuckerguss. „Stille Nacht“ flirrte, gespielt auf der singenden Säge, durch den Raum, bei Manuel de Fallas „Rituellem Tanz“ brannte der Baum, den „Liebestraum“ von Liszt spielte eine Handpuppe, der Swing-Hit „Mister Sandman“ wurde zum Liebeslied an den Schneemann, die musikalische Parodie des TV-Weihnachtsprogramms brachte zahlreiche Lacher. Die Hamburgerinnen sind dabei wirklich komisch, ohne in Klamauk zu verfallen.

Ihre musikalische Klasse und Bandbreite bewiesen sie bei internationalen Weihnachtsweisen, einer Polka, einem durchchoreografierten Chanukka-Lied und im innigen Zusammenspiel bei Ernst von Dohnányis Variationen über das Kinderlied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ oder Debussys tieftraurigem Weihnachtslied für Kinder, die kein Zuhause haben. Besinnlich und ausgelassen, still und schrill — ein Konzert wie Weihnachten. Ein Fest, das bekanntlich auch von der Vorfreude lebt, und da gibt es Parallelen zu den Konzerten von Salut Salon. So kann man sich schon auf die nächsten Auftritte freuen: am 7. und 8. Februar in Hamburg mit „Ein Karneval der Tiere und andere Phantasien“.

Text: ph/Foto: Malzahn

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