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Kultur im Norden Streit um Bauhaus-Museum
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21:20 03.07.2013
Bernd Neumann Quelle: Foto: dpa

Am Montag beschloss die Landesregierung Sachsen-Anhalt den Bau eines 25 Millionen Euro teuren Bauhaus-Museums in Dessau. Die Stadt, in der das berühmte Schulgebäude von Walter Gropius steht, möchte sich mit Blick auf das 100. Gründungsjubiläum der einflussreichsten Designschule der Welt als herausragende Bauhaus-Stadt empfehlen.

Kultusminister Stephan Dorgerloh verwies darauf, dass im Bundeshaushaltsentwurf ein Betrag für das Vorhaben eingestellt sei.

Offenbar gab es jedoch Abstimmungspannen. Gestern kritisierte Kulturstaatsminister Bernd Neumann die sachsen-anhaltinische Landesregierung und Kultusminister Dorgerloh mit überraschend scharfen Worten: „Das Bauhaus-Jubiläum 2019 ist ohne Zweifel eine Angelegenheit von gesamtgesellschaftlicher und internationaler Bedeutung. In diesem Zusammenhang fällt allerdings die Entscheidung des Landes Sachsen-Anhalt für den Erweiterungsbau des Bauhauses höchst unglücklich mit schmerzhaften Kürzungen im Kulturbereich zusammen“, schrieb der Minister in einem Offenen Brief.

An Dorgerloh appellierte Neumann, eine „verantwortungsbewusste Kulturpolitik“ zu betreiben. Theater zu schließen und Erweiterungsbauten zu planen, passe nicht zusammen. Trotzdem kündigte der Bundeskulturminister an, eine Mitfinanzierung des Bundes zu prüfen. Im Haushaltsentwurf des Bundes seien allerdings keine Mittel dafür eingestellt worden.

Aus dem Büro von Kultusminister Dorgerloh hieß es gestern auf Anfrage, dass Kürzungen bei Orchestern oder Theatern, die den Haushalt langfristig entlasteten, nicht mit einmaligen Investitionen wie einem Museumsneubau vergleichbar seien.

Johanna Di Blasi

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