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Kultur im Norden Superrock und Statementpop
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18:45 22.12.2017

Ein Event ist jedenfalls garantiert, das weiß man von der zum Gigantismus neigenden Gruppe. Fans können sich bereits jetzt für einen exklusiven Vorverkauf registrieren. Ihre Experience + Innocence Tour führt die Iren zunächst durch die USA; 24 Hallenshows im Mai und Juni sind schon terminiert.

U2 gelten nicht nur als einfühlsame Songschreiber und clevere Geschäftsleute, sondern auch als eine der besten Livebands der Welt. Das trifft auch auf Pearl Jam zu, die letzten Mohikaner des SeattleSounds. Die Amerikaner geben am 5. Juli ein einziges Deutschlandkonzert in der Berliner Waldbühne. Dies war genauso schnell ausverkauft wie die beiden Shows, die die Elektro-Popper Depeche Mode dort Ende Juli zum Abschluss ihrer Riesenrunde um die Welt spielen. Die einstige Mauerstadt hat den düsteren Sound der englischen Band geprägt.

Auch Dave Grohl ist ein Superrocker. Er wirkt ganz anders als der traurige Kurt Cobain, mit dem er einst bei Nirvana vom Punk zum Popstar wurde. Grohl hat nichts gegen Kunst- und Kommerz. Die Tickets kosten stolze 101,15 Euro, wenn er mit seiner Nach-Nirvana-Band, den Foo Fighters, am 10. Juni auf der Trabrennbahn Bahrenfeld in Hamburg auftritt. Die Foo Fighters sind zudem gemeinsam mit Muse, 30 Seconds To Mars und Gorillaz die Headliner bei Rock am Ring vom 1. bis 3. Juni auf dem Nürburgring.

Wer es lieber Indie mag: Der Diskopunk James Murphy gastiert mit seinem LCD Soundsystem am 30. Mai im Berliner Tempodrom. Sein Comeback-Album „American Dream“ zählt zu den Alben des Jahres 2017. Auch Arcade Fire, Pop-Erneuerer aus Kanada, geben nur eine Soloshow in Deutschland, am 18. April in Frankfurt. Darüber hinaus sind sie nur noch beim Hurricane Festival im niedersächsischen Scheeßel vom 22. bis 24. Juni und der Schwester-Veranstaltung Southside Festival zu sehen.

Neue Alben: Angeblich soll 2018 das lang erwartete neue Rammstein-Album erscheinen; es muss eine schwierige Geburt sein, zuletzt brachten die Superhelden des Sinistren 2008 neue Songs heraus. Von den wenigen Veröffentlichungen, die bereits feststehen, hier zwei sehr interessante, weil Statements zur aktuellen politischen Lage zu erwarten sind. Man darf gespannt sein, was die meinungsfreudigen Manic Street Preachers aus Wales zu Brexit, Donald Trump, Abschottung und Fremdenfeindlichkeit zu sagen haben. Sie selbst beschreiben den Sound ihres 13.

Studioalbums als „Breitwandmelancholie“. Ist Widerstand tatsächlich zwecklos? Sicher nicht, meinen auch die tanzfreudigen Synthie-Popper MGMT aus den USA. Mit „Little Dark Age“

haben sie bereits die erste Single ihres gleichnamigen neues Albums veröffentlicht. Wenn sie „Bring a Stone, all the Rage“ singen, scheinen sie wie auch die Manics die giftige Gleichgültigkeit mancher Menschen anzuprangern.

Festival-Highligths

Es gibt viele Gründe, sich auf den Sommer zu freuen – ein kurzer Blick auf den Festivalkalender:

Rock am Ring / Rock im Park: Foo Fighters, Rise Against, Gorillaz

Roskilde: David Byrne, Clutch

Nova Rock: Die Toten Hosen, Iron Maiden, Marilyn Manson

Hurricane: The Prodigy, Justice,

Open Flair: Beatsteaks, Kraftclub

Stemwede: Fehlfarben, Useless ID

Mathias Begalke

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