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Suzanne Vegas musikalische Geschichten von einst und jetzt

Hamburg Suzanne Vegas musikalische Geschichten von einst und jetzt

Die Songwriterin aus New York führte ihr Publikum beim Gastspiel in der Fabrik auf eine kleine Zeitreise.

Hamburg. Die Altonaer Fabrik war schon mal voller. An diesem Abend mit der zierlichen Künstlerin aus New York ist sie aber voller Fans, die hauptsächlich die Songs aus den Anfängen der Songwriterin, Sängering und Gitarristin hören wollen. Im Grunde eine Drama für eine Musikerin. Aber Suzanne Vega lächelt – und spielt sie.

 

LN-Bild

Suzanne Vega bei ihrem Gastspiel in der Altonaer Fabrik.

Quelle: Wiemer

1985. Eine Sängerin erobert die Charts, die da gar nicht hin zu gehören scheint. Die unscheinbare schmale Frau hat eigentlich kaum Stimme, erzählt mehr als dass sie singt – und fasziniert mit den rockig-poetischen Songs wie „Marlene on The Wall“ und später „Luka“, „Tom’s Diner“ und ihrem zweiten Album „Solitude Standing“ ein Weltpublikum. Geprägt von der Singer/Songwriter-Schule bildete sie doch auf Anhieb ein musikalisches Alleinstellungsmerkmal aus, das ihr einen festen Platz in der anspruchsvollen Popmusik einbrachte. Dann wurde es stiller um sie.

Jetzt beim Hamburger Konzert im Rahmen ihrer „Lover, Beloved-Tour“ durch Europa wollte sie ganz sicher nicht nur in ihrer musikalischen Vergangenheit schwelgen. Ihr aktuelles Album „Songs from an Evening with Carson Mc Cullers“ stand im Mittelpunkt der Performance. Eine aufwendige fiktive Biografie über die US-amerikanische Schriftstellerin.

Rund 30 Jahre liegen zwischen den Welthits von einst und dem aktuellen Schaffen der singenden Poetin Suzanne Vega. Das Rockige ist einem filigranen musikalischen Beschreiben gewichen. Welthits dürften das nicht mehr werden, müssen und können sie auch nicht. Und sind dennoch nicht minder hörenswert als „Luka“, „Small Blue Things“ und Co. Die 57-Jährige weiß das und steht darüber. Spielt brav auch die alten Songs, die das Publikum – mit verklärten Gesichtern – von ihr verlangt. Die Fans, überwiegend gleichen Alters, sind verzückt und freuen sich über alles, was Suzanne Vega in dieser Triobesetzung mit Gitarre und Keyboard an Neuem bietet und an Erinnerungen wachruft. Ein schöner Abend.

M. Wiemer

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