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Teuerstes Gebetbuch wird erneut verkauft

New York Teuerstes Gebetbuch wird erneut verkauft

Das bisher teuerste illustrierte Gebetbuch der Welt soll noch einmal verkauft werden.

New York. Das bisher teuerste illustrierte Gebetbuch der Welt soll noch einmal verkauft werden. 15 Jahre nach seiner ersten Versteigerung will Christie‘s das Gebetbuch der Rothschilds erneut anbieten, wie das Auktionshaus in New York mitteilte.

Das vor einem halben Jahrtausend entstandene Buch mit wechselvoller Geschichte war 1999 für 13,3 Millionen Dollar in London versteigert worden. Das war nicht nur das Dreifache der erwarteten Summe, sondern machte das Buch auch zum bis dahin teuersten illustrierten Manuskript, das je versteigert wurde. Diesmal erwartet Christie‘s 12 bis 18 Millionen Dollar (8,9 bis 13,3 Millionen Euro). Die Versteigerung soll am 29. Januar stattfinden.

Das Buch gehörte lange der Bankiersfamilie Rothschild und wurde nach dem Einmarsch der Deutschen in Österreich 1938 sofort von den Nazis eingezogen. Es war von 1505 an für ein Mitglied des niederländischen Hofes geschaffen worden und enthält Dutzende Miniaturen von höchster Qualität. Nach dem Krieg bekam es die Familie zwar zurück, umstrittene Regelungen mit der Republik Österreich führten dazu, dass die Rothschilds das Buch und andere Kostbarkeiten österreichischen Museen übergaben. Erst 1999 erhielt die Familie die Stücke endgültig zurück und brachte sie zur Auktion. Die Einnahmen betrugen damals umgerechnet 173 Millionen Mark.

LN

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