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Kultur im Norden „Totenspieler“ treibt sein Unwesen
Nachrichten Kultur Kultur im Norden „Totenspieler“ treibt sein Unwesen
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18:13 24.08.2016

Eine Reihe höchst merkwürdiger Todesfälle im südenglischen Surrey steht im Mittelpunkt des Thrillers „Totenspieler“ des Briten Paul Finch. Zwei Einbrecher werden von Giftspinnen totgebissen, ein Mann wird von einem zusammenstürzenden Baugerüst durchbohrt, und ein weiterer verbrennt in seinem Auto, nachdem er kurz zuvor fast ertrunken wäre. Sind das Zufälle, oder gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Fällen?

In seinem fünften Roman über den Ermittler Mark Heckenburg mischt Paul Finch schwärzesten Humor mit einer hochspannenden Krimihandlung. Heckenburg ist ein Draufgänger, der auch die härtesten Actionszenen besteht und immer noch realistisch wirkt. Allerdings sind auch die grausamen Szenen sehr realistisch beschrieben, so dass den Lesern manches abverlangt wird.

„Totenspieler“ von Paul Finch. Piper Verlag; 467 Seiten; 9,99 Euro.

Der ehemalige Polizist Henrik Falkner tritt ein fragwürdiges Erbe an. Sein Onkel Martin hat ihm in Lissabon ein Haus samt Buchantiquariat vermacht, das eher einer Rumpelkammer gleicht.

Zudem bewohnen merkwürdige Mieter das Haus. Während Henrik gerade beginnt sich einzuleben, werden Mordanschläge auf ihn verübt. Henriks Polizisteninstinkt erwacht und er stellt fest, dass sein Verwandter über Jahrzehnte jede Mende Beweise für ungeklärte Verbrechen gesammelt hatte. Offenbar hoffte er, dass Henrik den Spuren nachgeht, um die Taten zu sühnen. Die Täter lauern immer noch im Hintergrund und versuchen jetzt, Henrik mit allen Mitteln von seinem Ziel abzubringen.

Luis Sellano, Pseudonym eines deutschen Autors, veröffentlicht mit „Portugiesisches Erbe“ einen Lissabon-Krimi, der vor allem durch die atmosphärische Schilderung der wunderschönen Stadt am Tejo besticht. Liebevoll und detailliert beschreibt er Plätze und Straßen, das Lebensgefühl der Bewohner und ihre Gewohnheiten. Die Krimihandlung hingegen ist eher von mäßiger Spannung.

„Portugiesisches Erbe“ von Luis Sellano: Heyne Verlag; 368 Seiten; 14,99 Euro.

LN

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