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Trauer um den Dirigenten Neville Marriner

London Trauer um den Dirigenten Neville Marriner

Der britische Dirigent Neville Marriner war einer der Meister des Musikgeschäfts.

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Sir Neville Marriner 2003 auf Schloss Salzau.

Quelle: Horst Pfeiffer/dpa

London. Der britische Dirigent Neville Marriner war einer der Meister des Musikgeschäfts. Als Teenager studierte er Geige, später gehörte er als Violinist zum Londoner Symphonieorchester und gründete 1958 die Academy of St. Martin in the Fields. Dank des Soundtracks zum Film „Amadeus“ wurden Marriner und sein Orchester einem großen Publikum bekannt. Am Sonntag starb der Ausnahmemusiker im Alter von 92 Jahren. Noch bis kurz vor seinem Tod stand Marriner am Pult. Auch nach Deutschland hatte Marriner starke Verbindungen: Von 1983 bis 1989 war er Chefdirigent des Radio-Sinfonie-Orchesters Stuttgart. Im Jahr 2003 hatte er erstmals das Schleswig Holstein Festival Orchester auf Schloss Salzau dirigiert.

Seine Einspielungen umfassten die Werke der barocken und romantischen Musik bis zu zeitgenössischen Komponisten. Für seine musikalischen Verdienste ernannte Königin Elizabeth II. ihn 1975 zum Commander of the British Empire und erhob ihn 1985 in den Adelsstand. Seine Einspielungen brachten ihm zahlreiche Preise ein – darunter Grammys. In den 50er Jahren überredete Marriner mehrere Kollegen, zusammen mit ihm in einer Kirche aus dem 18. Jahrhundert in London Konzerte zu geben. So entstand die Academy of St. Martin in the Fields, die Marriner ursprünglich leitete. Der Durchbruch gelang 1970 mit einer Aufnahme von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

LN

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