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Traumschiff „MS Reichtum“ legt in Dresden an

Dresden Traumschiff „MS Reichtum“ legt in Dresden an

Im Deutschen Hygiene-Museum können Besucher in die Welt des Luxus‘ eintauchen.

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Museumsmitarbeiterin Shenja Pres rückt in einem nachgebauten Ballsaal ein Tablett mit Champagner-Gläsern zurecht.

Quelle: Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Dresden. Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden wird zum Luxus-Ort: „Reichtum — mehr als genug“ heißt die neue Sonderausstellung, die gestern eröffnet wurde. Zentrales architektonisches und zugleich satirisches Gestaltungselement ist ein „Traumschiff“, die „MS Reichtum“, erklärte Kurator Daniel Tyradellis. „Es gibt kaum jemanden, der nicht gern reich wäre, und die, die es sind, scheinen oftmals verdächtig“, beschreibt er die Ambivalenz des Themas. „Reichtum löst Kritik aus und fasziniert.“ Im Gegensatz zur Armut sei er aber nicht erforscht.

Besucher können die Ausstellung über das Sonnendeck des Schiffs erkunden, in die Kombüse steigen oder im Ballsaal träumen. Es gibt einen Shopping-Bereich, eine Luxuskabine und eine Kapelle. Die Ausstellung, die bis zum 10. November dauert, bietet zudem Statistiken mit harten Fakten zum Thema. Dabei werde auch auf das Verständnis von Reichtum in Deutschland und der Welt eingegangen.

Präsentiert werden zudem mehrere Filme, die mögliche Passagiere auf der „MS Reichtum“ vorstellen: Einen Unternehmer, einen Mäzen, einen Schlagersänger, eine Charity-Lady, einen Rentner. Auch die andere Seite des Kreuzfahrt-Lebens wird erzählt, mit Bildern aus dem Alltag eines Zimmermädchens. In der europäischen Literatur sei die Kreuzfahrt von Beginn an eine Metapher für die gesamte Gesellschaft, hieß es weiter. Bis in die Gegenwart sei sie für viele Menschen der Inbegriff eines Lebens in Genuss und Luxus. Die „MS Reichtum“ ist das größte und wichtigste Exponat der Ausstellung.

Einmal Luxus erleben: Wegen der immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich schienen deren Lebenswirklichkeiten kaum noch etwas miteinander zu tun zu haben, sagte Tyradellis.

LN

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