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Trippelnde Trompeten, leichtfüßige Tuba

Lübeck Trippelnde Trompeten, leichtfüßige Tuba

Die Reihe „Klangbilderkonzerte“ gastierte mit der „Hanse Brass“ erstmals im Lübecker Hansemuseum.

Lübeck. Sieben Herren mit glanzvollen Blechblasinstrumenten und ein ebenso eindrucksvoller Schlagzeuger begrüßten die Hörer des zweiten Klangbilderkonzertes mit einem höfischen Stück aus dem 16. Jahrhundert im Lübecker Hansemuseum. Der Schwerenöter König Heinrich VIII. widmete es einer seiner Ehefrauen. Als „Hanse Brass“ musizierten Mitglieder der Lübecker Philharmoniker und zwei Gäste des NDR-Sinfonieorchesters. Launig führte Schauspieler Jörn Kolpe durch Werke von Henry Purcell, Modest Mussorgski und Leonard Bernstein. Der Saal La Rochelle des Hansemuseums bot einen würdigen Rahmen für ein Konzert. Der erste Teil war eher streng, der zweite deutlich eingängiger, das Ende geradezu süffig. Zu den Höhepunkten zählten die leichtfüßigen Soli der Tuba (Markus Hötzel) in Purcells Suite aus „King Arthur“ und die trippelnden Trompeten (Joachim Pfeiffer, Matthias Krebber, Lukas Paulenz) im „Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen“ aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Dann faszinierte der ausdrucksstarke Posaunist Joachim Preu in der Irischen Nationalhymne „Londonderry Air“. Beeindruckend zum Schluss das gesamte Ensemble mit Schlagzeuger Benjamin Schmidt, der die trickreichen Rhythmen in Bernsteins „West Side Story“ offensichtlich genoss. Die Zugaben „Fly Me To the Moon“ und „Moon River“ zeigten noch einmal, welch ein Genuss es ist, wenn klassisch ausgebildete Musiker Unterhaltung spielen.

Von cf

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