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„Trommeln für die Kunst“, sagt Jörg-Philipp Thomsa

Trommeln „Trommeln für die Kunst“, sagt Jörg-Philipp Thomsa

Zum Ausklang dieses für mich sehr besonderen Jahres hoffe ich, endlich die Zeit für einen großartigen Klassiker zu finden: „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck ...

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Jörg-Philipp Thomsa (36) leitet seit dem 1. Januar 2009 das Günter Grass-Haus in Lübeck. 2006 war er zu einem Praktikum im Buddenbrookhaus nach Lübeck gekommen und traf dort erstmals auf den in diesem Jahr verstorbenen Günter Grass — es war eine folgenreiche Begegnung. Für Lübeck und Jörg-Philipp Thomsa.

Zum Ausklang dieses für mich sehr besonderen Jahres hoffe ich, endlich die Zeit für einen großartigen Klassiker zu finden: „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck beschreibt eindringlich das Schicksal von US-amerikanischen Arbeitsmigranten in den 1930er Jahren. Ein Thema, das heute so aktuell ist wie vor achtzig Jahren.

Regisseur Luk Perceval wird es im Januar in Hamburg auf die Bühne bringen. Ich schätze amerikanische Autoren sehr und freue mich deshalb auch auf die Lesung mit John Irving am 25. Mai 2016 im Thalia Theater . Er wird seinen neuesten Roman „Straße der Wunder“ vorstellen. Bei der Gedenkveranstaltung zum Tod von Günter Grass hat Irving eine große Rede über den „König der Spielzeugmacher“ gehalten, die mich bewegt hat. Das Wiedersehen mit ihm wird für mich daher sicherlich ein Highlight sein.

Im Sommer werde ich auf keinen Fall die NordArt auslassen. Die Kunstausstellung in der ehemaligen Eisengießerei der Carlshütte in Büdelsdorf beeindruckt mich jedes Jahr mit ihrer einmaligen Atmosphäre, ihrem nordisch-rauen Charme und natürlich den exzellenten Künstlern, die man dort entdecken kann. Ich habe ja an der Universität Duisburg-Essen studiert. In der Kombination einer stillgelegten Industrieanlage mit der Weite norddeutscher Landschaft und spannender Kunst kommt bei der NordArt eigentlich alles zusammen, was mich kulturell begeistert.

Aktuell läuft bei mir der Soundtrack zum Film „Victoria“ von Sebastian Schipper rauf und runter. Der Streifen ist für mich der Film des Jahres. Die Musik von Nils Frahm lässt mich nicht los. Ich bin ein großer Musikfan, spiele auch selbst klassische und E-Gitarre.

Gleich zu Beginn des Jahres freue ich mich, im Günter Grass-Haus moderne Musik zu präsentieren. Die türkisch-deutsche DJane Ipek wird das Museum zur Finissage unserer aktuellen Ausstellung „War eigentlich ein schönes Schiff . . .“ am 9. Januar 2016 in einen Club verwandeln. Außerdem sprechen wir mit interessanten Diskussionspartnern über die Flüchtlingsthematik. Für mich ist dies ein spannender Start ins neue Jahr!

LN

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