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US-Musiker verklagt Spotify

Los Angeles US-Musiker verklagt Spotify

David Lowery strebt Sammelklage an: Musik-Streamingdienst bereicherte sich um 150 Millionen Dollar.

Los Angeles. . Der US-Rockmusiker David Lowery hat den Musik-Streamingdienst Spotify wegen Verletzung von Urheberrechten auf die Zahlung von 150 Millionen Dollar verklagt. Der Musiker wirft dem schwedischen Unternehmen vor, Lieder ohne Erlaubnis zu verbreiten, darunter vier Songs seiner Bands Cracker und Camper Van Beethoven, wie aus der in dieser Woche in Los Angeles eingereichten Klageschrift hervorgeht. Das Unternehmen bekannte sich zu seiner Verpflichtung, Lizenzgebühren zu zahlen.

Spotify habe sich zu Unrecht um mindestens 150 Millionen Dollar (137 Millionen Euro) bereichert, heißt es in der Klageschrift. Der Musiker und Mathematiker Lowery, der auch als Dozent an der Universität von Georgia arbeitet, listete vier Lieder seiner Bands auf, die den 75 Millionen Spotify-Nutzern weltweit ohne seine Genehmigung zur Verfügung standen. Lowery will sich auch für andere Musiker stark machen: Im Namen von „hunderttausenden“ anderen Betroffenen strebt er eine Sammelklage gegen Spotify an.

Zur Unterstützung seiner Vorwürfe verwies der Musiker auf einen eigens von Spotify eingerichteten Fonds, aus dem etwaige Forderungen zur Zahlung von Lizenzgebühren beglichen werden können.

In einer Reaktion auf die Klage erwähnte Spotify-Sprecher Jonathan Prince ebenfalls diesen Fonds, stellte ihn aber als Zeichen den guten Willens dar. „Wir sind verpflichtet, Songschreibern und Plattenfirmen jeden Cent zu zahlen“, erklärte Prince. „Leider sind jedoch, vor allem in den USA, oft die notwendigen Daten für eine Feststellung der Rechteinhaber nicht vorhanden, falsch oder unvollständig.“

Spotify habe einen Fonds eingerichtet, um in solchen Fällen Zahlungsforderungen begleichen zu können, erklärte der Sprecher. Die Firma werde mit den USA und der US-Musikindustrie zusammenarbeiten, um dieses Problem „ein für alle Mal“ zu lösen.

Das Unternehmen musste sich wiederholt gegen Vorwürfe wehren, Musiker nicht ausreichend zu vergüten. Spotify-Chef Daniel Ek erklärte im Juni, der Streamingdienst habe seit seiner Gründung 2008 mehr als drei Milliarden Dollar an Musiklabels und Rechteverwalter überwiesen.

Erst zu Weihnachten waren auch die Songs der Beatles erstmals bei diversen Streamingdiensten zu hören — sie wurden seitdem millionenfach abgerufen.

LN

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