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Kultur im Norden Udo Lindenberg in der Warteschleife
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Udo Lindenberg in der Warteschleife
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19:14 26.07.2016
Der doppelte Udo: Lindenberg vor seinem Denkmal. Quelle: dpa

Es ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt vergeben kann: Udo Lindenberg wird Ehrenbürger in seinem Geburtsort Gronau. Obwohl er als Jugendlicher nur raus wollte, kappte er nie die Wurzeln ins Münsterland. Dort wird der Panikrocker als einer der ihren gefeiert.

Wer im Rathaus anruft, kann ihn hören, Gronaus ganzen Stolz und seit gestern Abend sogar Ehrenbürger der Stadt: Udo Lindenberg läuft als Warteschleifenmusik. Spuren des Panikrockers findet man an vielen Stellen in seiner Geburtsstadt, die er als Jugendlicher schnell hinter sich lassen wollte und deren Bewohner er heute liebevoll „Gronauten“ nennt. Die Verbindung der Münsterländer mit „ihrem Udo“ wurde damit hochoffiziell besiegelt:  In einem Festakt wurde der Rocksänger gestern Gronaus Ehrenbürger. Als Dankeschön wird er heute vor 1500 Menschen ein Konzert in der Bürgerhalle geben. Intimes Heimspiel am Ende seiner gefeierten Deutschland-Tournee.

Udos musikalische Leidenschaft und sein Geburtsort sind kein purer Zufall: Gronau sei stets eine Musikstadt gewesen, sagt Otto Lohle vom Kulturbüro der Stadt. Schon zu den Hochzeiten der einst hier florierenden Textilindustrie musizierten die Gronauer in vielen Werkschören. Heute gibt es ein renommiertes Jazzfestival.  „Über dieses Jazzbiotop ist Udo zum Trommeln gekommen“, sagt Lohle.

Im Schützenhof von Gronau soll er zum ersten Mal am Schlagzeug gesessen haben. Doch den jungen Lindenberg hielt es nicht allzu lang. „Die beste Straße unserer Stadt, die führt aus ihr hinaus“, hat er getextet. Heute hat Lindenberg ein Hotel in Hamburg als Wahlheimat. „Er hat einfach nie vergessen, woher er kommt“, betont Lohle. Das zeigt Lindenberg auch: Er hat eine Patenschaft für seine Realschule übernommen, wo er ein Programm gegen Rassismus unterstützt. Er ist Ehrenmitglied im Schwimmverein. Einen großen Auftritt hatte er zuletzt 2015, als Fans ihm ein überlebensgroßes Denkmal setzten.

LN

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