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Kultur im Norden Über Traktoren und Bauern im Tanga
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22:21 05.11.2013
Dieter Moor in seinem geliebten brandenburgischen Amerika. Am 15. November stellt er im Grevesmühlener Rathaussaal sein neues Buch vor. Quelle: Agentur

Grevesmühlen — „Lieber einmal mehr als mehrmals weniger — Frisches aus der arschlochfreien Zone“heißt das neue Buch des bekannten Schauspielers und Moderators Dieter Moor (55). Das will Moor, der sich seit 17. April Max nennt, am Freitag, 15. November, um 19 Uhr im Rathaussaal in Grevesmühlen vorstellen. Zuvor plauderte er mit den Lübecker Nachrichten.

Lübecker Nachrichten: Herr Moor, von Ihrer Agentur wissen wir, dass heute der einzige Tag vor dem 15. November ist, wo wir Sie zu Hause telefonisch antreffen. Sind Sie jetzt wirklich auf Ihrem Biohof im brandenburgischen Dorf Hirschfelde und dann vor Ihrer Lesung in Grevesmühlen immer nur an anderen Orten?

Dieter Moor: Heute ist wirklich der einzige Tag, wo ich zu Hause erreichbar bin. Vor der Veranstaltung in Grevesmühlen trete ich in Gardelegen (12. November, Anm. der Red.), Rathenow (13. November ) und Parchim (14. November) auf.

LN: Wer hat Grevesmühlen als Station Ihrer Lesereise ausgesucht? War es Ihr Verlag oder waren Sie es selbst?

Moor: Weder noch. Es war die Agentur Tom Produkt. Aber ich mag es sehr gerne, von einem zum anderen Ort zu reisen und dort zu lesen.

LN: Sind Sie eigentlich jemals in Grevesmühlen gewesen?

Moor: Nee, noch nicht. Aber es hat den Vorteil, dass ich auf diese Weise neue Orte kennenlerne.

LN: Was macht eine knapp 11 000 Einwohner zählende Stadt für eine Buchvorstellung attraktiv?

Moor: Es ist egal, wo ich gerade bin. Ich bin dankbar für die Zuhörer, die ja immer auch ein Risiko eingehen. Umso mehr bin ich froh und erstaunt, dass es Leute noch aus Neugierde tun und zu der Lesung kommen.

LN: Könnte nicht auch Grevesmühlen das kleine verschlafene Dörfchen „Amerika“ in Brandenburg aus Ihrem Buch sein?

Moor: Nein, dafür ist Grevesmühlen dann doch zu groß. In dem kleinen Dörfchen leben nur etwa 200 Menschen.

LN: Sie scheinen Brandenburg zu lieben. Würden Sie dennoch noch einmal einen persönlichen Wechsel wagen, oder fühlen Sie sich dort so wohl, dass das für Sie eigentlich gar kein Thema ist?

Moor: Man sollte zwar nie nie sagen. Aber ich bin in Brandenburg angekommen und fühle mich hier sehr wohl.

LN: Mit Ihrer Frau betreiben Sie einen biologisch-dynamischen Landbau. Achten Sie auch bei Ihrer eigenen Ernährung auf Bio-Kost, oder essen Sie das, worauf Sie gerade Appetit haben?

Moor: Wenn ich die Wahl habe, dann esse ich natürlich Bio. Ich esse auch weniger Fleisch als früher.

LN: Hand aufs Herz, sündigen Sie nie, oder schlemmen Sie doch mal ganz gerne?

Moor: Ich koche und esse gerne, bin eigentlich auch ein Leckermäulchen.

LN: Zurück zu Ihrem Buch. Darin schreiben Sie auch viel über Ihren geliebten Hürlimann-Traktor. Haben Sie auch selbst so ein Modell in Ihrem landwirtschaftlichen Betrieb und fahren Sie den Traktor vielleicht sogar selbst?

Moor: Der Traktor aus dem Buch stimmt mit dem Traktor auf meinem Hof 1:1 überein. Er ist Baujahr 1968 und hat 35 PS. Wie es sich für einen Landwirt gehört, fahre ich diesen Traktor natürlich auch selbst.

LN: Ihre Bücher verkaufen sich sehr gut, sie stehen auf der Bestsellerliste ganz oben. Was würden Sie von einer Verfilmung Ihrer Bücher halten? Würden Sie möglicherweise von zu Hause aus drehen?

Moor: Ich glaube, dass sich die Bücher schwer verfilmen lassen, da immer nur Episoden dargestellt werden. Außerdem gibt es da den Ausspruch „Lasse nie ein Filmteam in dein Haus“.

LN: Planen Sie ein weiteres Buch mit Geschichten aus Amerika?

Moor: Die Verlegerin möchte schon gerne, dass es noch ein drittes Buch gibt. Ich mache mir auch schon Gedanken darüber, denn Geschichten gibt es noch unendlich viele. Aber ob es wirklich noch so ein Buch geben wird, kann ich nicht sagen.

LN: Die Leute kennen und schätzen Sie als Moderator und Darsteller. Was erwartet das Publikum am 15. November in Grevesmühlen?

Moor: Es wird eine einfache Lesung sein. Doch ich bin auch Schauspieler. Deshalb werde ich sicher auch etwas mehr sprechen.

LN: Begrüßen Sie die Zuhörer noch als Dieter Moor oder schon als Max Moor, da Sie Ihren Vornamen ja ändern wollten?

Moor: Ich bin Max Moor. Diesen Künstlernamen habe ich mir zugelegt. So trete ich auf und werde auch Autogramme geben. Wenn es gewünscht wird, dann unterschreibe ich aber auch noch mit Dieter Moor.

LN: Was passiert nach dem Abend im Grevesmühlener Rathaussaal. Sind Sie dann gleich wieder verschwunden, oder wollen Sie diesen Landstrich erst noch etwas näher kennenlernen?

Moor: Dann geht es ins Hotel. Aber vielleicht sehe ich mir nach dem Frühstück Grevesmühlen noch etwas näher an. Danach fahre ich dann wieder zurück nach Brandenburg.

LN verlosen Freikarten und Bücher
Das aktuelle Buch ist die Fortsetzung zu „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“, in dem Dieter Moor amüsant von seinem Umzug aus der Schweiz ins brandenburgische Amerika erzählt.

Seine Frau und er haben sich dort ihren Traum vom eigenen Bauernhof erfüllt. Im zweiten Teil gibt der Hürlimann-Traktor den Geist auf, ein Bayer im hellblauen Tangaslip bringt Wasserbüffel nach Amerika und, und, und . . .


Der Eintritt kostet 18 Euro. Karten gibt‘s in Grevesmühlen bei der Stadtbibliothek (☎ 0 38 81/72 32 53) oder der Stadtinfo (☎ 0 38 81/72 32

22).


LN verlosen 2 x 2 Freikarten und zwei signierte Exemplare des neuen Buches. Die schnellsten vier Anrufer gewinnen. Die Verlosung findet heute von 14 bis 14.15 Uhr statt. Anrufen können Sie unter ☎ 03 81/38 30 30 17 (nationaler Tarif entsprechend Ihres Festnetz- oder Mobilfunkanbieters). Die Karten werden gegen Vorlage des Personalausweises am Einlass zur Lesung ausgegeben, die Bücher zugeschickt.

Interview von Dirk Hoffmann

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