Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Ulf Bästlein singt Lieder von Emanuel Geibel

Ulf Bästlein singt Lieder von Emanuel Geibel

Lübeck. „Ich blick’ in mein Herz und ich blick’ in die Welt“ ist der Titel des heutigen Abends mit Liedern nach Texten von Emanuel Geibel in der Brahms-Villa der Musikhochschule Lübeck. Ulf Bästlein (Bariton und Rezitation) und Sascha El Mouissi, (Klavier) präsentieren ihre neue CD.

Voriger Artikel
„Alster-Detektive“-Hörspiel erstmals auch als Buch
Nächster Artikel
Cyndi Lauper bewundert Angela Merkel: „Sie ist wundervoll“

Ulf Bästlein präsentiert seine CD mit Liedern von Emanuel Geibel.

3600 Lieder gibt es nach Gedichten des Lübecker Dichters Emanuel Geibel. Damit ist er nach Heinrich Heine der am meisten vertonte deutschsprachige Lyriker, noch vor Goethe. Der Bariton Ulf Bästlein, der von 1993 bis 2000 Gesang an der Lübecker Musikhochschule unterrichtet hat und heute an der Kunstuniversität Graz lehrt, hat nun eine CD mit Liedern Geibels veröffentlicht. Sie gehört zu seiner CD-Edition von Liedern norddeutscher Autoren. Bästlein möchte mit seiner klingenden Musikgeschichte diese Lieder vor dem Vergessen bewahren, denn sie fristen ein Mauerblümchendasein, selbst wenn sie von den bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts vertont worden sind.

Emanuel Geibel (1815-1884) war einer der am meisten geschätzten Autoren seiner Zeit. An der Münchner Universität gab er einst Metrik-Vorlesungen, und die strenge Metrik seiner Gedichte schätzten die Komponisten, die Texte mit Struktur und Rhythmus brauchen. Monatelang haben der Sänger und sein Pianist Sascha El Mouissi mehrere Tausend Lieder nach Geibels Gedichten gesichtet. Gut zwei Dutzend haben sich die beiden dann für die CD erarbeitet.  „Darunter sind zu Unrecht vergessene Schätze der Liedliteratur. Dadurch wird eine spannende und interessante neue Sicht auf Emanuel Geibel möglich“, sagt Bästlein.

Ulf Bästlein und Sascha El Mouissi präsentieren ihre neue CD heute. Vorher gibt der Direktor der Kulturstiftung, Hans Wißkirchen, eine Einführung, der Musikwissenschaftler Wolfgang Sandberger leitet das Gespräch. Sie wollen sich dem „Phänomen Geibel“ musikalisch-literarisch nähern. Jürgen Adamek

Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden