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VIER FRAGEN AN...

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. . . Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts.

1 Wie fanden Sie das diesjährige Brahms-Festival? Großartig. Ich bin ein großer Fan speziell des Festivals 2016, weil sich das Motto so vielfältig hat umsetzen lassen — künstlerisch auf einem hohen Niveau und sehr abwechslungsreich. Es war ein richtiges Feuerwerk an Ideen.

2 Das Motto lautete „Verwandlungen“. Ist das beim Publikum angekommen? Ja, sehr gut. Nach den Rückmeldungen, die ich bekommen habe, war es ein publikumswirksames Motto, weil es so viele Facetten hatte — vom Wandel des Klavierklangs über die Ovid-Metamorphosen bis hin zu den Variationen oder Metamorphosen des Richard Strauss, die es zwei Mal gab. Ich finde, dass das Motto in sehr vielfältigen Konzerten schön umgesetzt wurde. Es ist gelungen, es auf sehr abwechslungsreiche Art und Weise zu präsentieren.

3 Und dann gab es noch ein Experiment: das 25-Stunden Wandelkonzert. Hat sich auch dafür genug Publikum gefunden? Wir hatten nicht damit gerechnet, dass hunderte von Besuchern kommen würden. Aber die Zahl von an die 100 Besuchern, die wir hatten, ist doch sehr beachtlich. Ein harter Kern von Festival-Enthusiasten war die ganze Nacht lang dabei. Neben diesem traditionell mit uns sehr verbundenen Publikum waren auch viele junge Leute da. Die Abfolge des Nachtkonzerts war faszinierend. Morgens dann die Dämmerung. Ich selbst war sehr berührt von den Texten, die von Studierenden gelesen, und von den Morgenliedern, die gesungen wurden. In der Nacht und am Morgen hat die Avantgarde eine große Rolle gespielt, das war für mich sehr eindrucksvoll, zum Beispiel „Beginner‘s Night“ von Walter Zimmermann.

4 Das muss sie doch ermutigt haben, zum 50. Jubiläum von Brahms-Festival und Brahms- Institut ein 50-Stunden-Konzert zu veranstalten? Genau, und zwar ein goldenes.

Von liz

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