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Vier Lübecker sind baff!

Lübeck Vier Lübecker sind baff!

Seit der Grüundung 2013 verlief die Karriere rasant. 2016 gewann baff! beim renommierten A-cappella-Wettbewerb „Scala Vokal“ in Ludwigsburg den ersten Platz, vor zwei Jahren erschien die erste CD „Niemand anders“, und am Freitag kommt die zweite heraus. Sie heißt „Weiter atmen“, wurde durch Crowdfunding finanziert und vereint verschiedene Musikstile.

Nimm vier: Jörgen Roggenkamp, Lilly Ketelsen, Anne Maj Hansen und Jonathan Mummert (v.l.) singen seit vier Jahren zusammen.

Quelle: hfr

Lübeck. Dezember 2013. Vier junge Menschen treffen sich, um a cappella zu singen. Eigentlich wollen Anne Maj Hansen (21), Lilly Ketelsen (21), Jonathan Mummert (18) und Jörgen Roggenkamp (20) nur Straßenmusik zusammen machen, doch daraus wird schnell mehr. Nach einem familiären Kaffee-Kuchen-Punsch-Konzert vor etwa 50 Gästen geben sich die Freunde den Namen baff! – und sind schnell mitten in Lübecks junger Musikszene.

Kennengelernt haben sich die vier in der Schule und durch Konzerte der deutschen A-cappella- Formation Maybebop. „Nach einem dieser Konzerte hat Jonathan die Jungs von Maybebop gefragt, ob er spontan etwas mit ihnen singen darf, und er durfte. Am nächsten Tag hat er sich im Gästebuch für die gemeinsame Gesangseinlage bedankt, und da habe ich ihm geschrieben“, erinnert sich Lilly, die den Alt-Part bei baff! übernimmt. „Jonathan hat Jörgen empfohlen, und ich habe Maj angerufen, mit der ich zur Schule gegangen bin.“

Obwohl Gruppen wie Maybebop eine Inspirationsquelle für die jungen Sänger sind, ist es ihnen wichtig, eigene Musik zu machen. Jonathan, Tenor des Quartetts, schreibt und arrangiert alle Songs selbst, mittlerweile unterstützt Jörgen ihn. Der Sound ist erstaunlich vielseitig. Die vier sind neugierig und experimentierfreudig, widmen sich neben klassischen und jazzigen Arrangements auch Klängen, die man nur schwer in ein Genre packen kann. Solch eine Klangmalerei entsteht zum Beispiel bei den monatlichen Probenwochenenden. Da wird nicht nur geübt und einstudiert, sondern auch viel improvisiert und ausprobiert. Die Texte sind überwiegend deutsch und erzählen Geschichten, die das Publikum mit auf eine Reise nehmen. Die Suche nach Vielseitigkeit und die improvisatorischen Momente lassen jede Song lebendig wirken.

Maj, Lilly, Jonathan und Jörgen erweitern ihr Können häufig bei Coachings und holen sich neuen Input bei Lehrern anderer bekannter A-cappella-Gruppen. Dort lernen sie viel über Ausdruck und Interpretation ihrer Stücke. Die Mühe zahlt sich aus – in diesem Jahr stehen sie 25 Mal auf der Bühne.

Das hört sich nach einem vollen Terminkalender an, vor allem, da die vier mittlerweile in verschiedenen Städten wohnen, zum Studieren nach Leipzig oder Berlin gezogen sind. Wie bekommt man all das unter einen Hut? „Wir haben das große Glück, seit Mai 2016 ein tolles Management an unserer Seite zu haben, das vieles für uns regelt“, sagt Lilly. Und das von den Musikern begeistert ist: „Die selbstgeschrieben Texte gehen unter die Haut, die Arrangements sind super ausgereift und perfekt auf die Stimmen zugeschnitten“, schwärmt Manager Philipp Drese.

Was macht den Erfolg dieses jungen Ensembles aus? „A cappella macht einfach wahnsinnig viel Spaß“, sagt Lilly. „Man hat große Möglichkeiten, obwohl einem nur die eigene Stimme zur Verfügung steht. Wir spielen ja alle auch ein Instrument, und es ist besonders cool, eine Trompete oder ein Schlagzeug nachzuahmen. Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen, was für Sounds dabei entstehen können. Im Quartett ist jeder von uns ein Solist, aber zusammen ergeben wir ein Ganzes."
Von Theresa Szorek

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