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Vom Filmvirus in Lübeck gepackt

Lübeck Vom Filmvirus in Lübeck gepackt

Für viele Besucher ist das Fest mit Filmen aus Skandinavien und dem Baltikum ein Muss – Filmfieber und Familientreffen.

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Gegen das Wale-Massaker auf den Färöern protestierten die Peta-Zwei-Tierrechtlerinnen (v.l.) Dinah Höing und Larissa Köhn mit ihrer Freundin.

Quelle: Fotos: Dku

Lübeck. Ob Stammgast oder Neuling, ob von fern oder nah, ob jung oder alt – die Besucher der Nordischen Filmtage Lübeck sind unisono begeistert. So wie Gabriele Jungwirt (58) und Johannes Roth (60). Das Paar aus der Lüneburger Heide ist dem Festival seit gut 20 Jahren treu, kommt jedes Jahr. Die gemeinsame Tochter Lea haben sie schon als kleines Mädchen zum Kinderfilm mitgenommen. Infiziert mit dem nordischen Filmvirus guckte diese später die Jugendfilme. In diesem Jahr reiste die 25-jährige BWL-Studentin aus Potsdam an, um sich mit ihren Eltern zum Filmfest zu treffen.

 

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„Sehr gut“ vergibt Hermann Peters (73) aus Berlin an das Festival.

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„Ich bin jedes Jahr dabei“, sagt Stephanie Ullrich (46) aus Lübeck.

„Aber jeder guckt seine Filme,“ sagt Mutter Gabriele. Doch der Familienschwerpunkt ist Norwegen. Sie alle lieben das Land, und das Paar hat in seiner Studentenzeit als Hobby Norwegisch gelernt.

Echte Filmfans sind auch Hermann Peters und seine Partnerin Adrienne Schürenberg. Die beiden leben in Berlin, sind eifrige Berlinale-Gänger und in diesem Jahr „endlich“ zum ersten Mal in Lübeck. Und?

Der 73-Jährige findet nur lobende Worte: „Sehr intim, super organisiert, kurze Wege – sehr schön!“ Die Frau an seiner Seite pflichtet ihm bei und verrät: „Wir laden jeden Montagabend Gäste ein, um zusammen einen Film zu gucken.“ Der Musiklehrer im Ruhestand hat schon als studentischer Filmreferent beim Asta in Münster Vorführungen im Audimax organisiert.

Stephanie Ullrich (46) ist Lübeckerin. Mit ihrem Lebensgefährten Arne Winkler und dessen Tochter Marjorie (7) hat sie „Pötzlich Santa“ geguckt. Majorie turnt im Äffchen-Kostüm und geschminkt unter der Kuppel des Mini-Fulldomes im Kino-Foyer. Die drei amüsierten sich über die Santa-Kinder und deren „Wintersprossen“. Die Großen, seit Jahren Festival-affin, loben „Arthur & Claire“ des Lübeckers Miguel Alexandre – „schwer, aber humorvoll“.

Vor dem Cinestar-Festivalkino an der Mühlenstraße protestieren drei Lübeckerinnen von Peta Zwei gegen das Abschlachten der Wale auf den Färöern. Die Tierrechtlerinnen nahmen die Vorführung von „Träume am Meer“, der auf den Färöern spielt, als Aufhänger. Ihr Titel: „Alb-Träume“. „Wir haben nichts gegen den Film. Unser Protest gilt der dänischen Regierung, die das Massaker toleriert“, lautet das Statement.

Dorothea-Kurz-Kohnert

LN

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