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Vom Kinderzimmer in die weite Welt

Berlin Vom Kinderzimmer in die weite Welt

Mark Forster veröffentlicht sein drittes Album – Es ist auch auf Musikkassette erhältlich.

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Berlin. . Mark Forster ist  schon als Kind in Sachen Musik ein Perfektionist. Mit seiner Anlage nimmt er  im Kinderzimmer im kleinen rheinland-pfälzischen Ort Winnweiler Songs vom Radio auf Kassette auf. Am Ende steht  ein „schlüssiges Album“ mit seiner Lieblingsmusik, von No Doubt über den Fußballsong „Three Lions“ bis zu Paul McCartney. Forsters  drittes Album „Tape“, das morgen erscheint, erinnert ihn  an diese musikalischen Frühwerke. „Ich wollte gerne ein Album machen, das abwechslungsreich ist und sich ein wenig wie dieses Tape aus dem Kinderzimmer anfühlt“, erzählt der 32-Jährige. „Die Kassette steht für mich fürs ganze Leben, und die Songs sind einzelne Episoden. Für mich sind Lieder Zeitmaschinen.“

 

LN-Bild

Mark Forster (32) arbeitet beim neuen Album mit den Streichern von Adele.

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Die 14 Songs auf „Tape“ – das tatsächlich auch als Musikkassette erhältlich sein soll – sind nicht nur abwechslungsreich, sondern musikalisch anspruchsvoll. Der Musiker aus der Pfalz, der eigentlich Mark Cwiertnia heißt, spielt  mit Streichern, Bläsern und Chören. Das hat er schon beim Vorgänger  „Bauch und Kopf“ (2014) getan, diesmal wirkt das Zusammenspiel aber noch abgestimmter.

Die Jazz-Nummer „Sowieso“, der  kraftvolle Track „Was Ernstes“ oder die wahrscheinlich  nächste Single „Chöre“ sind perfekt arrangiert, Ohrwurmgarantie inklusive. Für letzteren Song war Forster drei Tage lang in New York – bei den Harlem Gospel Singers. Das Ergebnis lässt sich hören.

„So einen Song habe ich vorher nie gemacht. Er ist episch, aber auch klein, er geht nach vorn. Es ist ein besonderes Lied und eine besondere Produktion“, meint der Songwriter über „Chöre“. Auch für den Track „Willkommen zurück“ bediente sich Forster bei einer Meisterin ihres Fachs. Die Streicher ließ er in London von Rosie Danvers einspielen, die mit Superstar Adele arbeitet und auch mit ihr auf Tour geht. 

„Ich habe sie gegoogelt und angerufen. ,Hallo, hier ist Mark Forster aus Deutschland. Wie sieht's aus?’“, erklärt der 32-Jährige die Zusammenarbeit.  Er habe zunächst etwas warten müssen, weil die Britin zu der Zeit mit den Proben für die Adele-Tour beschäftigt gewesen sei.

„Tape“ ist nicht nur aufwendig produziert – neben New York und London vor allem auf Teneriffa –, sondern ist peppiger geworden als der eher melancholische Vorgänger. Trotz ruhigerer Balladen wie „Da fährt ein Bus“ oder „Natalie“ sind die meisten Songs  tanzbare Gute-Laune-Tracks, wie „Die beste Nacht“ oder „Weiter (right now)“. Hier wird Forster  von der jungen Schweizerin Zoë unterstützt, im vergangenen Jahr sein Schützling in der Castingshow  „The Voice Kids“. 

Die nächsten Wochen sind für den Pfälzer übrigens ein einziges Highlight. Neben der Veröffentlichung von „Tape“, einem Konzert in seinem Heimatort und mehreren Festivals, freut sich Fußballfan Forster besonders auf die Europameisterschaft in Frankreich. Dort ist er Experte für die Jugendradios der ARD, steuert für das ZDF die EM-Hymne „Wir sind groß“ bei und guckt sich alle deutschen Spiele im Stadion an. Das hätte sich der kleine Mark damals im heimischen Kinderzimmer wohl nicht träumen lassen.  T. Bremser

Das Album „Tape“ erscheint morgen beim Label Sony.

LN

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