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Kultur im Norden Vom Wandern und vom Fleische
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19:12 02.01.2018
Frankfurt am Main zeigt Werke des amerikanischen Künstlers Jean-Michel BasquiatJean- Michel Basquiat. Hier sein Bild „Untitled“, das für rund 110 Millionen Dollar versteigert wurde.

Berlin. München rückt in der Pinakothek der Moderne einen Klassiker der Moderne in den Fokus: „Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses“ wird den umfangreichen eigenen Bestand um 120 Leihgaben aus bedeutenden KleeSammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan fulminant ergänzen. Die Ausstellung will Klees Weg als „denkender Künstler“ folgen, der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt stehen die Zwanzigerjahre – für den Maler eine Phase von beinahe rauschhafter Intensität (1. März bis 10. Juni).

Frankfurt am Main schaut auf einen New Yorker Maler, der in wenigen Jahren vom Street-Art-Künstler zum gehypten Malerstar aufstieg. Der 1988 im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis Heroin gestorbene Jean-Michel Basquiat war 1982 nicht nur der jüngste Künstler auf der Kasseler Documenta, sondern schuf in atemberaubendem Tempo Bilder, die seine afro-amerikanische Herkunft verarbeiteten und gleichzeitig den Puls des Big Apple spüren ließen. Die Schirn-Kunsthalle zeigt die erste große Werkschau des Malers in Deutschland (16. Februar bis 27. Mai).

Berlin entdeckt das Wandern: Ausgehend von Caspar David Friedrichs Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ (im Besitz der Hamburger Kunsthalle) spürt die Alte Nationalgalerie der „Wanderlust. Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir“ nach. Zu sehen sein werden um die 100 Werke, die „eine globale Faszination“ spiegeln sollen. Die Schätze stammen aus Frankreich, Deutschland, Russland und den USA (10. Mai bis 16. September). Im Deutschen Historischen Museum geht es ab dem 23. März um „eine deutsche Tugend“: das Sparen. Anlass ist der 200. Jahrestag der Gründung der deutschen Sparkasse.

„Fleisch“ ist ja fast schon ein Reizwort und in diesem Jahr auch Thema einer Ausstellung im Alten Museum Berlin auf der Museumsinsel. Den allgegenwärtigen Konflikt zwischen Leben und Tod will das Museum anhand von Exponaten beleuchten, die zwölf Sammlungen der Staatlichen Museen beisteuern (Mai bis Juli).

Hamburg gibt sich „very british“ mit seiner großen Schau zu Thomas Gainsborough (1727-1788), die einmal nicht seine Porträts ins Visier nimmt, sondern den englischen Maler als Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei um 1800 würdigen will. In seinen Arbeiten werden Widersprüche und Umbrüche fassbar, die England grundlegend verändern sollten – sozial, technisch, künstlerisch. Mit 80 Werken, darunter laut Kunsthalle einige englische Ikonen, soll eine Entdeckung des bedeutenden Malers für das deutsche Publikum anstehen (2. März bis 27. Mai).

LN

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