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Kultur im Norden Wagner-„Hits“ mit Zugabe
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20:22 04.11.2013

Schön ist es, wenn ein Abend immer besser wird. Das Sonderkonzert des Philharmonischen Orchesters Lübeck begann solide und endete fulminant.

Der Abend „Wagner! Chöre!“ brachte nicht nur großes Orchester auf die Bühne der Lübecker MuK, sondern auch zwei Chöre: den Chor des Lübecker Theaters (Leitung Joseph Feigl) und den Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor aus Hamburg (Leitung Gabriele Pott). Sehr akzentuiert und rhythmisch klingt die Ouvertüre zum „Fliegenden Holländer“. Ein Orkan entfaltet sich auf der Bühne. So jedenfalls war die Erwartungshaltung. Das Orchester spielte zwar, was in der Partitur stand, aber es fehlte etwas. Dieser Wagner klang zu sehr nach Marsch, drückte nach unten und wirkte gebremst. Dirigent Andreas Wolf arbeitete gegen sein zähes Orchester wie der Holländer gegen den Sturm.

Sehr gut war dann der „Summ und brumm“-Chor, ebenfalls aus dem „Fliegenden Holländer“. Fein und stimmig klang das. Der Männerchor sang danach etwas steif „Steuermann, lass die Wacht“.

Ab „Rienzi“, dem letzten Werk vor der Pause, klangen Orchester und Chor um Klassen besser. Wunderschön interpretierten die Streicher das lyrische Schlüsselthema der Oper. Der Chor schwächelte nur einmal bei Einsätzen ohne Orchester, hatte plötzlich Probleme mit der Intonation. Sehr gut gelang dann im zweiten Teil der „Brautchor“ aus „Lohengrin“. Feierlich und frisch sangen die beiden Chöre das bekannte Werk. Beeindruckend wurde auch der „Wach auf-Chor“ aus den „Meistersingern“, denn die Chöre sangen sowohl musikalisch als auch technisch gut und harmonierten mit dem Orchester. Auch die Auszüge aus dem „Tannhäuser“ waren beeindruckend.

Viel Beifall gab es zum Schluss und als Zugabe noch einmal den „Wach auf-Chor“. Cornelia Schoof

LN

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