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Was von der Rockstar- Riege übrig bleibt

Berlin Was von der Rockstar- Riege übrig bleibt

Berlin. Der Tod von David Bowie reißt eine Lücke in die Riege der großen Rock- und Popstars.

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Berlin. Der Tod von David Bowie reißt eine Lücke in die Riege der großen Rock- und Popstars. Dabei geht es nicht um Musiker mit ein paar Hits, schnell vergessenen Skandalen oder reiner Nischenpopularität. Welche echten Stars, die weit über ihre eigene Generation hinaus herausragenden Einfluss haben, hat die Welt noch zu bieten? Eine nicht ganz objektive Liste:

Paul McCartney (73): Der außer Ringo Starr letzte noch lebende Beatle (John Lennon und George Harrison sind schon im Rockstar-Himmel) hat zuletzt 2013 ein neues Album veröffentlicht — es hieß „New“ und klang immerhin nicht alt. Auf Tourneen bietet der Multi-Instrumentalist ein gut abgehangenes Programm aus Hits der Beatles, Wings und seinen Solozeiten.

Mick Jagger (72): Der wohl größte Womanizer unter den Rockstars stellt immer noch alle paar Jahre bei Tourneen mit seinen Rolling Stones Rekorde im Bühnen-Dauerlauf auf. Zusammen mit Keith Richards bildet der Sänger ein Oldie-Duo von beeindruckend ledriger Faltentiefe — und erstaunlicher Fitness. Jaggers Solo-Ausflüge blieben erfolglos, und neue Stones-Platten gibt es nur alle Jubeljahre.

Neil Young (70): Der Kanadier ist der unruhige Geist unter den größten Rockern. Immer noch schart er gern junge Musiker um sich — wenn er schon nicht mit seiner ebenfalls in die Jahre gekommenen Gitarrenberserker-Band Crazy Horse die Bühne teilen darf, um richtig Krach zu machen. Dieser Mann bleibt ein bewundernswert sturer Eigenbrötler, und er wirkt so vital, dass auch die diesjährige Tournee noch nicht die letzte sein dürfte.

Pete Townshend (70): Der Gitarrist und Songschreiber von The Who hat in jungen Jahren mehr Gitarren zertrümmert als jeder andere Rockstar, und das in voller Absicht. Die Aggressivität seiner Songs ist auch heute noch in den selten gewordenen Who-Konzerten spürbar, etwa bei den Olympischen Spielen von London 2012.

Peter Gabriel (65): Der Genesis-Sänger stieg aus, bevor seine Artrock-Studentenband weltweit erfolgreich, aber eben auch glatter wurde. Seit Ende der 70er schuf der Engländer ein ambitioniertes, bisweilen sperriges Solowerk, das neben Rock-, Pop- und Weltmusik auch kunstvolle Videos einschloss. Die sporadischen Live-Auftritte des Charismatikers sind aber immer noch Saisonhöhepunkte.

LN

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