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Kultur im Norden Weihnachten endet im Desaster
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18:14 15.01.2018
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Lübeck

Die Familie kommt zu Besuch, die Baum wird geschmückt, die Männer kümmern sich um die Getränke und ein Puppenspiel soll die Lütten erfreuen. Was sich beschaulich anhört, erweist sich als äußerst zerbrechlich. Spitze Worte deuten an, dass es mit den Beziehungen nicht zum Besten steht – ständig kracht es zwischen der hochschwangeren Patty (Vivien Mahler) und ihrem Eddi (Erkki Hopf). Die kapriziöse Feli (Birte Kretschmer) ist von ihrem Bernhard (Oskar Ketelhut) frustriert und dieser, von Beruf Arzt, von sich selbst. Onkel Harry (Till Huster) ist ein Kotzbrocken. Gastgeberin Linda (Birthe Gerken) und ihr Niko (Markus Frank) sind in ehelicher Routine erstarrt. Die altjüngferliche Vicki (Rabea Lübbe) ist in den jungen Autor und Frauenschwarm Ben verliebt (Tobias Kilian).

Es weihnachtet: Linda (Birthe Gerken) schmückt, Ben (Erkki Hopf) bringt ein Geschenk, Onkel Harry (Till Huster) sieht fern.

Das familiäre Zusammensein nimmt grotesk-komische Züge an und endet in einem Fiasko: Gastgeberin Linda treibt es am Ende des dritten Aktes mit Ben unterm Weihnachtsbaum, der schöne Schein ist nicht mehr zu retten. Die heile Welt hat Risse.

Die Komödie hat Georg Weisshaupt ins Plattdeutsche übersetzt, Harald Weiler hat sie inszeniert und folgt dabei ganz der Diktion des Autors. Ayckbourn sagte, er entscheide nicht vorher, ob er eine Komödie oder ein Drama schreibe. Er wolle das eine zugunsten des anderen nicht ausklammern. Am Ende gab es viel Applaus für eine Aufführung, die amüsierte, aber auch nachdenklich stimmte. dku

LN

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