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Kultur im Norden Weihnachtsoratorium in der Marienkirche
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Weihnachtsoratorium in der Marienkirche
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02:40 28.12.2012
Miriam Meyer singt die Sopran-Partie.

Am kommenden Montag, dem letzten Tag des Jahres, werden um 19 Uhr in der Marienkirche die Kantaten I-III aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium aufgeführt. Mitwirkende sind Miriam Meyer (Sopran), Juliane Sandberger (Alt), Achim Kleinlein (Tenor) und Christfried Biebrach (Bass) sowie der Thüringische Akademische Singkreis und die Capella St.

Marien (Chor und Orchester). Die musikalische Leitung hat Marienorganist Johannes Unger.

Es scheint nur auf den ersten Blick ungewöhnlich, Bachs Weihnachtsoratorium nach den Weihnachtstagen aufzuführen. Das sechsteilige Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester wurde zu Bachs Zeit erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest (6. Januar) 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt. Feierliche groß angelegte Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der biblischen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium.

Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachtsoratorium Bachs großen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs.

Das Rückgrat des Weihnachtsoratoriums bilden die Rezitative, in denen der Evangelist — von einem Tenor gesungen — den biblischen Text erzählt. Johann Sebastian Bach vertont die berichtenden Bibeltexte mithilfe von Secco-Rezitativen, die nur von der Basso-Continuo-Gruppe ohne weitere Instrumente begleitet werden. Wörtliche Reden im Bibeltext werden bestimmten Solisten zugeordnet.

Die Herzstücke der sechs Kantaten in künstlerischer und theologischer Hinsicht bilden die Arien. Die fortlaufende Handlung wird zugunsten des statischen Moments der Verinnerlichung unterbrochen.

Eintritt: 30/20/ 10 Euro (ermäßigt 20,—10/5 Euro). Beginn um 19 Uhr.

LN

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