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Kultur im Norden Weltbürger aus Västerås
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19:12 04.04.2016

. „Ich bin — kurz gesagt — eine fast uninteressante Person“, hat Lars Gustafsson (Foto) von sich gesagt. Doch mit dieser Auffassung stand der 1936 in Västerås Geborene ziemlich alleine da. Am Sonntag ist mit Gustafsson einer der größten Intellektuellen und erfolgreichsten Erzähler Schwedens gestorben.

Er wurde 79 Jahre alt.

Im vergangenen Jahr erhielt er den Thomas-Mann-Preis, der von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Stadt Lübeck verliehen wird. Die Jury schrieb damals, seine Romanreihe „Risse in der Mauer“ über die Veränderungen des europäischen Wertesystems und der Roman „Der Bienenzüchter“ verbänden „philosophische Einsicht und erzählerische Meisterschaft“.

Gustafsson war ein Tausendsassa, ein Weltbürger, der mit seinen Erzählungen das Bild von Schweden ebenso prägte wie es Astrid Lindgren oder Henning Mankell taten.

In seinem letzten Roman, „Doktor Wassers Rezept“, der soeben auf Deutsch erschienen ist, geht es um einen 80-jährigen Hochstapler.

LN

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