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Willy-Brandt-Preis an Ambjørnsen und Aktion Sühnezeichen

Auszeichnungen Willy-Brandt-Preis an Ambjørnsen und Aktion Sühnezeichen

Der in Hamburg lebende Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen wird mit dem norwegisch-deutschen Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet.

Oslo. Der in Hamburg lebende Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen wird mit dem norwegisch-deutschen Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet. Der 56- jährige Norweger teilt sich die Auszeichnung mit der Berliner Aktion Sühnezeichen.

Die Brandt-Stiftung begründete die Vergabe am Mittwoch in Oslo mit Ambjørnsens Einsatz dafür, „einem breiten deutschen Publikum norwegische Verhältnisse zu vermitteln“. Er sei der am meisten ins Deutsche übersetzte zeitgenössische Autor aus Norwegen.

Ambjørnsen lebt seit 1985 in Hamburg. Nach den Angaben der Brandt-Stiftung reist Bürgermeister Olaf Scholz zur Preisverleihung am 31. Oktober nach Oslo.

Auf deutscher Seite wird die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ausgezeichnet. Die 1959 zur Versöhnungsarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete Organisation habe Jugendliche aus Deutschland und Norwegen in das jeweils andere Land gebracht.

Der Preis für Verdienste um das norwegisch-deutsche Verhältnis wird seit 2000 an je einen Preisträger aus beiden Ländern vergeben. Brandt (1913-1992) hatte bei seiner Flucht 1933 vor den deutschen Nationalsozialisten Zuflucht in Norwegen gefunden und erhielt 1940 die Staatsbürgerschaft des skandinavischen Landes. 1971 wurde dem damaligen Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen.

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