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Kultur im Norden Wohnzimmer-Konzert mit Bodo Wartke
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23:05 22.02.2016
Lieder über die Liebe und Lästereien: Bodo Wartke (38) in der MuK. Quelle: Malzahn
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Lübeck

Eine spießige Stehlampe, ein Sofa, ein Garderobenständer, eine Topfpflanze, ein Flügel: Bodo Wartke, Klavierkabarettist aus Berlin mit Schwartauer Prägung, hatte in der Rotunde der Musik- und Kongresshalle ein kleines Wohnzimmer aufbauen lassen. Hier präsentierte er sein neues Programm „Was, wenn doch?“

Kaum ein Konzert in der MuK, bei dem nicht über die Baufälligkeit des Gebäudes gespottet wird. Auch Wartke tat es — und beteuerte: „Es ist besonders schön, wieder in der Heimat zu sein.“ In „Was, wenn doch?“ spannt er einen Bogen vom Barock über Mozart und Charleston bis hin zu Blues und Eigenkompositionen. Wartke, Experte unter anderem für die Kompliziertheit zeitgenössischer Liebesbeziehungen, hat diesen Schwerpunkt noch weiter ausgebaut mit Songs wie „Es reicht nicht“ oder „Happy End“.

In seinem Konzert, das schon Wochen im Voraus ausverkauft war, geht es auch um Bodo Wartke. Wie findet er seine Ideen? „Ich suche nicht nach ihnen, sie finden mich“, sagt er. Das könne auch mal im Wartezimmer eines Arztes passieren. Wo ihm die Idee gekommen ist, Bach durch den Kakao zu ziehen, erfährt man nicht. Oder eine ganze musikalische Gattung, die Oper. Es geht um Mozarts „Zauberflöte“, genauer gesagt: um das Libretto. Wartke präsentiert eine sehr eigenwillige Interpretation der Arie der Königin der Nacht. Es ist einer der Höhepunkte dieses Abends.

Das hingerissene Publikum lässt Wartke erst nach mehreren Zugaben gehen. Wie gut, dass er nicht Chefarzt geworden ist, wie es die Eltern wollten.

liz

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