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Wolfram Eicke und die Wahrheiten von Lao-Tse

Lübeck Wolfram Eicke und die Wahrheiten von Lao-Tse

Der Lübecker Liedermacher tritt mit einem Programm über den chinesischen Philosophen im Volkstheater Geisler auf.

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Auch der Gong spielt eine Rolle in seinem Programm über Lao-Tse: der Lübecker Liedermacher Wolfram Eicke. FOTO: WOLFGANG MAXWITAT

Lübeck. Lübeck . Im Büro seines Chefredakteurs las Wolfram Eicke als junger Volontär zum ersten Mal ein Zitat von Lao-Tse. Er war sofort fasziniert und kaufte sich sein erstes Buch des chinesischen Philosophen. 45 Jahre später – mittlerweile arbeitet Eicke nicht mehr als Journalist, sondern als Autor und Liedermacher – beschäftigt ihn Lao-Tse immer noch. „Seine Weisheiten sind sehr aktuell und können Menschen helfen“, ist er überzeugt. Deshalb hat er sie gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Fabian in seinem neuen Bühnenprogramm „Taofrisch – Die Kraft erwacht“ verarbeitet, das er im Lübecker Geisler-Theater aufführen wird. „Es wird den Leuten Freude machen und zum Nachdenken anregen“, sagt er.

In der philosophischen Collage interpretieren die beiden Künstler die mehr als zweieinhalbtausend Jahre alten Verse aus dem „Tao te king“ als Ballade, szenische Lesung oder Kabarett. So stehen sie mit einem Luftpumpe auf der Bühne, um die Wirtschaft, die immer weiter wachsen will, darzustellen. Oder sie singen über die Herausforderungen auf dem Lebensweg. Die Lieder von Wolfram Eicke begleitet sein Sohn am Klavier.

Wenn der Lübecker Liedermacher von seinem neuen Programm erzählt, springt er immer wieder auf und greift zur Gitarre oder einem großen Gong und liest begeistert aus den Übersetzungen von Lao-Tses Schriften. „Diese Verse inspirierten schon Denker und Dichter wie Hermann Hesse, in ihnen steckt eine tiefe Wahrheit“, sagt der 67-Jährige.

Er schreibt und singt nun schon seit mehr als 30 Jahren. Seinen Durchbruch hatte der Liedermacher mit dem Märchen „Der kleine Tag“, das er gemeinsam mit Rolf Zuckowski und Hans Niehaus als Musik-Hörspiel aufnahm. Insgesamt hat er mehr als 30 Bücher und CDs veröffentlicht, vor allem mit Werken für Kinder. Doch das Bühnenprogramm „Taofrisch“ sei sein bisher persönlichstes Werk. „Früher hätte ich das nicht machen können“, sagt er. Denn zuerst habe er lernen müssen, selbst danach zu leben. Gerade in der heutigen Zeit sei so vieles unsicher, und die Menschen hätten wenig Zeit für sich selbst. Sein Programm solle Anregungen geben, bewusster auf sich und seine Umwelt zu achten.

Alessandra Röder

Die Uraufführung von „Taofrisch – Die Kraft erwacht“: morgen, 20 Uhr im Volkstheater Geisler, Dr.-Julius-Leber-Straße 25, Lübeck.

Eine Kostprobe findet man bei Youtube mit dem Suchwort „TAOfrisch“

LN

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