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„Yellow Submarine“ zum Mitsingen

Lübeck „Yellow Submarine“ zum Mitsingen

An der Musikhochschule Lübeck ließ Bernd Ruf die populärste aller Pop-Gruppen auferstehen: die Beatles.

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Dirigent, Arrangeur und Klarinettist: Bernd Ruf.

Quelle: Foto: Malzahn

Lübeck. Ausgelassen war die Stimmung auf der Bühne und im Publikum am vergangenen Freitagabend. Die Musik der Beatles hatte es nicht nur den Hörern im ausverkauften großen Saal der Lübecker Musikhochschule angetan, sondern auch den Studenten. Vom ersten bis zum letzten Augenblick dieser „Beatles-Revue“ strahlten sie und gaben alles.

Zu Beginn war die Begeisterung noch größer als die Akkuratesse, einige Stücke klangen noch mehr nach Katze als nach den Pilzköpfen, aber als die Nervosität abgeklungen war, wurde das Ganze auch musikalisch interessant.

Es gab viel zu sehen. In jedem Winkel der Bühne war ein anderes Detail zu entdecken. Oben links über der Bühne ein Zimmer, in dem geprobt, aber auch gestritten wurde, unten links eine Bar, die Atmosphäre zauberte, rechts das Schlagzeug und mitten drin jede Menge Studenten der Schulmusik (Bachelor of Arts), die im 60er-Jahre-Look den Pops Chor und das Pops Orchester bildeten. Die Gesamtleitung des großen Projektes hatte Bernd Ruf, der äußerst rührige Professor für Popularmusik — auch er angetan mit einem Sergeant-Pepper-Outfit.

Von den Anfängen über den Durchbruch in Hamburg, von Erfolg zu Erfolg bis zum letzten Konzert auf dem Dach der Londoner Apple-Studios im Januar 1969 ging die musikalische Reise mit den Beatles.

Einfach und wirksam war das Konzept: Immer wieder andere Studenten griffen zum Mikro und traten solistisch hervor. Ein Song folgte dem anderen. Gut gesungen und individuell gestaltet waren alle Hits, der Chor sang sauber, das Orchester war gut und die Band hervorragend. Auffallend war jedoch, wie wenige der Studenten sich auf einer Bühne bewegen können, wie steif sie da standen und unfrei in den Hüften wippten. Zwei der Studenten allerdings stachen hervor, weil sie cool waren, wie man als Beatles zu sein hat: Svenja Glöckner legte sich richtig ins Zeug, und auch Konstantin Busack war entspannt, er konnte singen und obendrein tanzen und wurde dadurch zum Hingucker.

Mit einem großen Medley endete der Abend. Mitsingen war erlaubt bei Songs wie „All My Loving“, „Penny Lane“, „Yellow Submarine“ und natürlich ganz zum Schluss „Let It Be“.

Cornelia Schoof

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Von Redakteur Cornelia Schoof