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Zehn Jahre Auswandererhaus

Bremerhaven Zehn Jahre Auswandererhaus

Zwei Millionen Menschen besuchten seit 2005 das Museum in Bremerhaven.

Bremerhaven. Mit einem internationalen Fest mit Musik und Geschichten feierte das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven gestern seinen zehnten Geburtstag. Im Kindermuseum gab es eine Mottoparty rund um Amerika, am Abend traten mehrere Bands auf.

In emotional inszenierten Lebensläufen dokumentiert das Auswandererhaus das Schicksal vieler Auswanderer und versucht so, ihre Ängste und Hoffnungen nachvollziehbar darzustellen. Ein Rundgang mit Nachbauten, Hörstationen und Originalobjekten führt auf rund 3500 Quadratmetern Ausstellungsfläche in exemplarische Familiengeschichten ein, von denen das Museum derzeit 3000 gesammelt hat. Außerdem gibt es eine Fachbibliothek mit etwa 5000 Sammelbänden, Enzyklopädien, Auswandererführern und Monografien aus Deutschland, den USA und Südamerika.

Seit Eröffnung des Erlebnismuseums begaben sich bereits zwei Millionen Besucher auf die Zeitreise durch 300 Jahre Aus- und Einwanderungsgeschichte, die mit Hilfe von 34 Familienbiografien anschaulich vermittelt wird. Das Haus wurde 2007 als „Europäisches Museum des Jahres“ ausgezeichnet. Für das Haupthaus und einen Erweiterungsbau zur Einwanderungsgeschichte wurden rund 25 Millionen Euro investiert, wobei das meiste Geld aus öffentlichen Kassen stammt.

Das Deutsche Auswandererhaus liegt am Neuen Hafen, der 1852 eröffnet wurde und von dem bis 1890 knapp 1,2 Millionen Menschen in die Neue Welt aufbrachen. Von Bremerhaven aus haben insgesamt rund 7,2 Millionen Menschen Europa verlassen, oft als Wirtschaftsflüchtlinge. Im Raum für Familienrecherche können Besucher täglich ab 12 Uhr auf Spurensuche nach ausgewanderten Vorfahren gehen. Das Haus bietet kostenfreien Zugriff auf zwei Online-Datenbanken, die umfassende Informationen zu ausgewanderten Personen bieten.

www.dah-bremerhaven.de

LN

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