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25. Hamburger Filmfest gestartet

Jubiläumsausgabe 25. Hamburger Filmfest gestartet

Der Festivalchef nennt es die „hanseatischen Antwort auf Cannes, Venedig und Berlin“ - auch wenn das Hamburger Filmfest in keinster Konkurrenz zu diesen Mega-Events stehe. Das Weltkino holt es dennoch in den Norden.

Hochkarätige Gäste auf dem roten Teppich: John Carroll Lynch (l) und Fatih Akin.

Quelle: Georg Wendt

Hamburg. Friesennerze auf den Plakaten und Schietwetter am roten Teppich: Für die Werbung zur 25. Ausgabe des Filmfests Hamburg hatten sich die Festivalmacher das typisch norddeutsche Kleidungsstück ausgesucht - wenige Stunden nach Sturmtief „Xavier“ feierte das Filmfest am Donnerstagabend seine Eröffnung. 

Einige Gäste mussten nach Veranstalterangaben wegen ausgefallener Züge absagen. Vor dem Festivalkino in der Innenstadt warteten im Regen nur wenige Schaulustige, ein kräftiges Blitzlichtgewitter der Fotografen gab es dennoch - vor allem bei US-Schauspieler John Carroll Lynch (52) und Hamburgs Starregisseur Fatih Akin. 

Lynchs Regiedebüt „Lucky“ hatten die Festivalmacher von der Elbe als Eröffnungsfilm ausgewählt. Der im September im Alter von 91 Jahren gestorbene Schauspieler Harry Dean Stanton ist darin als unsentimentaler und eigenbrötlerischer Kriegsveteran zu sehen, der abgeschieden in der Wüste Arizonas lebt. Nach einem Sturz wird ihm klar, dass er sich mit 90 Jahren neu aufstellen muss. In den US-Kinos lief der Streifen in der vergangenen Woche an, in Deutschland soll er im März starten.

Zur „hanseatischen Antwort auf Cannes, Venedig und Berlin“ begrüßte Filmfestchef Albert Wiederspiel die Eröffnungsgäste. „Alle wissen, dass wir zu diesen Mega-Events in keinster Konkurrenz stehen - aber sie sind alle drei wichtige Inspirationsquellen. Und am Ende wollten alle Filmfestivals doch nur das eine: die besten Filme zeigen.“ 

131 Produktionen aus 59 Ländern stehen bis zum 14. Oktober auf dem Programm. Zehn mit insgesamt 100 000 Euro dotierte Auszeichnungen werden verliehen, die wichtigste davon - der Douglas-Sirk-Preis - geht an Regisseur Wim Wenders (72). 

dpa

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