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Kultur im Rest der Welt Album-Charts künftig mit Streaming-Zahlen
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12:00 05.02.2016
Streaming wird für den Musikmarkt immer wichtiger. Quelle: Daniel Bockwoldt
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Berlin

Die offiziellen deutschen Album-Charts werden künftig auch von Streaming-Zahlen mitbestimmt.

Ab kommenden Freitag fließen nicht nur physische Verkäufe und digitale Downloads, sondern auch über 30 Sekunden lange Stream-Abrufe aus bezahlten Angeboten - etwa von Spotify, Apple Music, Deezer oder Napster - in die Wertung ein, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) in Berlin mitteilte.

Musik werde heutzutage in jeder möglichen Form, von der Schallplatte bis zur Datenwolke, vom einzelnen Song bis zum Album gehört, sagte BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke. Um den Markt zuverlässig und in seiner Gesamtheit darzustellen, müsse diese vielfältige Nutzung auch in den Charts abgebildet werden. „Nicht zuletzt mit Blick darauf, dass Streaming im vergangenen Jahr einen neuen Wachstumsrekord hingelegt hat und inzwischen in Deutschland fast 14 Prozent der Umsätze ausmacht.“

Das Streaming einzelner Songs fließt bereits seit 2014 in die Single-Charts ein. Bei den von GfK-Entertainment ermittelten Albumcharts werden nun die zwölf meistgespielten Tracks einer Platte gewertet. Es müssten jedoch mindestens sechs Lieder eines Albums gestreamt werden, heißt es in den Regularien. Die beiden meistgespielten Stücke eines Albums werden nicht mit den tatsächlich erzielten Streams berücksichtigt, da diese bereits einen starken Einfluss auf die Single-Charts haben.

Werbefinanzierte Gratis-Angebote bleiben außen vor. Bei Streaming-Diensten, die sie anbieten - etwa Spotify oder Deezer - machen sie einen Großteil der Nutzung aus.

dpa

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