Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Rest der Welt Augsburger Puppenkiste zu Gast in Lübeck
Nachrichten Kultur Kultur im Rest der Welt Augsburger Puppenkiste zu Gast in Lübeck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:36 29.06.2013
Urmel in Lübeck. Foto: Markus Scholz/dpa
Lübeck

Anlass ist der 65. Geburtstag der berühmten Marionettenbühne. Die Ausstellung gebe einen Einblick in die Arbeit der Puppenkiste, die weit über die früheren bekannten Fernseherfolge hinausgehe, sagte der Leiter der Puppenbühne, Klaus Marschall, am Freitag.

Marschall ist der Enkel des Puppenkisten-Gründers Walter Oemichen, der während des Zweiten Weltkrieges in Augsburg ein kleines Marionettentheater, den „Puppenschrein“ gründete. Die fiel 1944 einem Bombenangriff zum Opfer, vier Jahre später öffnete sich die „Augsburger Puppenkiste“ zum ersten Mal, wenn auch noch nicht im Fernsehen. Die Fernsehkarriere der Marionettenbühne begann 1953 im damalige Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), dem Vorläufer des NDR. „Seit 1958 produzierte der Hessische Rundfunk regelmäßig Mehrteiler mit der Augsburger Puppenkiste, darunter "Kater Mikesch", "Der Räuber Hotzenplotz" und "Bill Bo und seine Kumpane"“, sagte Marschall.

Insgesamt 37 solcher Kurzserien mit weit mehr als 1000 Folgen hat die Augsburger Puppenkiste insgesamt produziert. „Die absoluten Renner sind noch immer "Urmel aus dem Eis" und "Jim Knopf", von den Geschichten und den Figuren sind Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert“, sagte Marschall. Die Puppenkiste spielt aber keineswegs nur Stücke für Kinder. „Schon mein Großvater hat als gelernter Schauspieler von Anfang an auch Stücke für Erwachsene, wie zum Beispiel Brechts "Dreigroschenoper" auf die Bühne gebracht“, sagte er.

Die Ausstellung „Die Augsburger Puppenkiste - Stars an Fäden zu Gast in Lübeck“ ist bis zum 30. September zu sehen.

Theaterfiguren-Museum

Ausgburger Puppenkiste

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Klassik Stiftung Weimar erhofft sich dank eines bisher unbekannten Haushaltsbuches des Komponisten Franz Liszt (1811-1886) neue Erkenntnisse für die Forschung.

29.06.2013

Dann kam es, das hohe „C“. Nicht gerade strahlend, aber gut zentriert. Jonas Kaufmann hatte geliefert. Die berühmte „Stretta“ aus Giuseppe Verdis „Il trovatore“ („Der Troubadour“) sang der weltweit umschwärmte Künstler gleich zweimal.

29.06.2013

Erst winkte er den Zuschauer beim tosenden Schlussapplaus von der Bühne zu. Dann reckte Volker Lechtenbrink die geballte Faust vor Freude in die Luft, spreizte die Finger zum Victory-Zeichen - und gab wenig später überraschend seinen Abgang bekannt.

29.06.2013