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Kultur im Rest der Welt Bacon-Triptychon für 142 Millionen Dollar versteigert
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10:48 14.11.2013
Francis Bacons Gemälde 'Three Studies of Lucian Freud' wurde für eien Rekordsumme versteigert. Foto: Christie's
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New York

Die Kunstwelt hat einen neuen Auktionsrekord. Für 142,4 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) ist das Triptychon „Three Studies of Lucian Freud“ von Francis Bacon in New York versteigert worden.

Damit ist das 1969 entstandene Werk das teuerste, das je bei einer Auktion verkauft wurde. Christie's hatte auf einen Preis von 90 Millionen Dollar gehofft. Wer das Werk kaufte, gab das Auktionshaus nicht bekannt.

Mit dem am Dienstagabend (Ortszeit) erzielten Preis liegt das Triptychon gut 22 Millionen Dollar über dem vor eineinhalb Jahren versteigerten „Schrei“ von Edvard Munch, der bislang das teuerste je versteigerte Bild war. Die Auktion war mit Spannung erwartet worden, das Ergebnis hat aber selbst Experten überrascht. Der Rekord gilt allerdings nur für Auktionen. Außerhalb der Auktionshäuser sollen einige Bilder schon deutlich mehr gekostet haben, das ist aber in der Regel unbestätigt.

Die drei Bilder Bacons zeigen den in Berlin geborenen britischen Maler Lucian Freud. Freud, 1922 geboren und somit 13 Jahre jünger als Bacon, war ein Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud und Malerkollege von Bacon. Beide malten sich mehrfach gegenseitig. Die drei Bilder des Triptychons sind jeweils zwei Meter hoch und fast eineinhalb Meter breit. Sie zeigen den sitzenden Freud - das Gesicht wie bei Bacon üblich entstellt und übermalt.

Christie's nennt das Werk „eine der wichtigsten und interessantesten Arbeiten Francis Bacons“. Es sei noch nie zuvor bei einer Auktion angeboten worden. Allerdings war es mehrfach zu sehen, so wenige Jahre nach seiner Entstehung in der Kunsthalle Düsseldorf. Viele Jahre waren die drei Bilder aber getrennt, jetzt wurden sie wieder als Triptychon zusammen verkauft.

Der Kunstmarkt ist unberechenbar. Der bisherige Rekord für einen Bacon, ebenfalls ein Triptychon, wurde 2008 erzielt: 86 Millionen Dollar. Das war zugleich das teuerste Werk der Nachkriegskunst, das je versteigert worden war. Andererseits: Im Mai blieb ein Bacon, den Experten auf 40 Millionen Dollar geschätzt hatten, in New York unverkauft liegen.

Im Schatten des Bacon löste noch der Amerikaner Jeff Koons den Deutschen Gerhard Richter als teuersten lebenden Künstler ab. Der „Balloon Dog“ des 58-Jährigen wurde für 58,4 Millionen Dollar versteigert. Damit lag der quietschbunte Hund gute 20 Millionen Dollar über dem bisherigen Rekord: Im Mai war „Domplatz, Mailand“ von Richter (81) bei Sotheby's für 37 Millionen Dollar versteigert worden.

„Balloon Dog“ erinnert an die aus Luftballons geknoteten Tiere, die Kleinkünstler im Stadtpark anbieten - nur ist der von Koons so groß wie ein Auto.

Details zur Auktion

dpa

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