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Kultur im Rest der Welt Bauarbeiten für neues Bauhaus-Museum im Plan
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11:22 28.10.2017
Bauhaus-Museum: Vor einem Jahr war der Grundstein für den 22 Millionen Euro teuren Neubau gelegt worden. Im April 2019, zum 100. Gründungstag der weltweit bedeutenden Design- und Architekturschule, soll der Neubau eröffnet werden. Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild
Weimar

Das künftige Bauhaus-Museum in Weimar ist in die Höhe gewachsen. „Ein Jahr nach Grundsteinlegung für den 22 Millionen Euro teuren Neubau laufen die Bauarbeiten wie am Schnürchen“, sagte der Sprecher der Klassik Stiftung Timm Niklas Schulze.

Der Bauplan sei eng, aber verlässlich. Ende November könne voraussichtlich Richtfest gefeiert werden. Vor einem Jahr war im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) der Grundstein gelegt worden. Schulze geht davon aus, dass Ende 2018 der Beton-Kubus mit horizontalen Glasbändern steht und dann eingerichtet werden kann. Auf rund 2250 Quadratmetern sollen 200 ausgewählte Objekte Vorgeschichte, Entwicklung und Nachwirkungen des Bauhauses erzählen.

Im April 2019, zum 100. Gründungstag der weltweit bedeutenden Design- und Architekturschule des 20. Jahrhunderts, soll der Neubau eröffnet werden. Er hoffe, dass Weimar das erste von den drei geplanten neuen oder erweiterten Bauhaus-Museen sein werde, sagte Schulze. Auch die anderen Standorte bereiten das Jubiläum vor: In Dessau-Roßlau entsteht derzeit ein neues Bauhaus-Museum. In Berlin will das Bauhaus Archiv/Museum für Gestaltung das vom Bauhaus-Gründer Gropius entworfene Archiv- und Museumsgebäude erweitern.

Anfang April 1919 kam Architekt Walter Gropius (1883-1969) nach Weimar und gründete bereits wenige Tage später das Staatliche Bauhaus, das bis heute weltweit Maßstäbe zum modernen und sozialen Bauen setzt. Mit Gropius kamen Künstler wie László Moholy-Nagy, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Johannes Itten oder Gerhard Marcks und Oskar Schlemmer in die Klassikerstadt.

1925 mussten die Bauhaus-Meister und ihre Schüler wegen reaktionärer Tendenzen in Thüringen umziehen - zunächst nach Dessau (Sachsen-Anhalt), dann nach Berlin. Dort wurde die Schule auf Druck der Nationalsozialisten 1933 geschlossen.

Das neue Bauhaus-Museum in Weimar entsteht an einem der kompliziertesten und spannendsten Orte der Stadt - an der Schnittstelle zwischen dem klassischen Weimar und dem einstigen NS-Gauforum. Auf dem vernachlässigten Areal entsteht ein neues Museumszentrum - mit Neuem Museum als Kunstmuseum, der geplanten Zwangsarbeiter-Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald im NS-Gauforum und dem neuen Bauhaus-Museum.

dpa

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