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Bayerischer Kabarettpreis für Michael Altinger

Auszeichnung Bayerischer Kabarettpreis für Michael Altinger

Ein Niederbayer gewinnt in diesem Jahr den Hauptpreis beim Bayerischen Kabarettpreis. Aber auch Altbebekannte gehen nicht leer aus. Über „Katzendildos“ wird im Münchner Lustspielhaus ebenfalls gesprochen.

Der Hauptpreisträger Michael Altinger (l-r), die Senkrechtstarter-Preisträgerin Hazel Brugger, der Ehrenpreisträger Helge Schneider und der Musikpreisträger Maxi Schafroth im Lustspielhaus.

Quelle: Felix Hörhager

München. Michael Altinger ist am Montagabend im Münchner Lustspielhaus als Hauptpreisträger mit dem Bayerischen Kabarettpreis ausgezeichnet worden.

Der Kabarettist aus Niederbayern gab auf der Bühne seine Bewerbung für den nächstjährigen Bayerischen Kabarettpreis zum Besten, dann in der Musiksparte - in Form eines kurzen Liedtextes: „Ich fand im Schwimmbad ein nasses Grab, weil ich Beckenbodengymnastik falsch verstanden hab.“ Kabarettist Alfred Dorfer führte als Moderator durch den Abend - und auch Helge Schneider ist um einen Preis reicher.

Die Jury würdigte Altingers Arbeit als facettenreich, klug, empathisch und sehr, sehr komisch. „Michael Altingers zentrales Thema ist der Zustand unserer Gesellschaft, ihre Entwicklung, ihre Krisen, Nöte und Hoffnungen“, begründete die Jury ihre Entscheidung weiter.

Der diesjährige Senkrechtstarter-Preis ging an die Schweizer Komikerin Hazel Brugger. Die Schweizerin nutzte ihre Danksagung für ein Plädoyer für mehr „Vorderfotzigkeit statt Hinterfotzigkeit“. Sie bestelle im Netz stets Gegenteiliges, um den Algorithmus in die Irre zu führen: „Eine sechsbändige Stalinbiografie und gleichzeitig ein bluetoothgesteuerter Katzendildo.“

Der Schauspieler Max von Thun hielt die Laudatio in der Kategorie Musikpreis auf den Musikkabarettisten und Schauspieler Maxi Schafroth. Er würdigte Schafroth für seine vielseitigen Rollen - etwa als Dragqueen und ESC-Gewinnerin Conchita Wurst beim Nockherbergsingspiel - als stets überraschend, besonders authentisch und einzigartig.

Der diesjährige Ehrenpreis ging an den Komiker und Musiker Helge Schneider. In seiner Laudatio würdigte der Musiker und Kabarettist Georg Ringsgwandl Helge Schneider als „Schöpfer einer ganz eigenen Kunstform, als irrsinnig lustig“ und als virtuosen Bühnenkünstler, der sich selbst nicht zu ernst nehme.

dpa

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